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Jahresbericht 2010 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2009 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2009 des NABU Wetterau
Jahresbericht 2008 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2008 des NABU Wetterau
Jahresbericht 2007 des NABU Wetterau
Jahresbericht 2007 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2010 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Herausragende Ereignisse des Jahres 2010 waren bei der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau die Anerkennung als UN-Weltdekadeprojekt durch die UNESCO, der Start
der NABU-Naturführerausbildung und die Herausgabe einer bodenkundlichen
Broschüre für Kinder.
Mitgliederstand
Die Entwicklung des Mitgliederbestandes ist stabil. Es gab 2010 fünf
Neueintritte und vier Austritte. Damit entwickelte sich die Mitgliederzahl von
137 (31.12.2009) auf 138 am 31.12.2010.
Gleichzeitig konnten aber im Wesentlichen durch die Aktivitäten und
Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2010 (u.a.
NABU-Naturführerausbildung)für den NABU im Wetteraukreis zahlreiche neue
Mitglieder geworben werden.
Um die wachsenden Aufgaben im Bereich der Umweltbildung künftig finanzieren zu
können, wird der Verein eine aktive Mitgliederwerbung betreiben müssen. Dazu
sollten gezielt potenzielle "Förderer" angesprochen und geworben
werden.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau will vorrangig
über grundlegende Zusammenhänge in Natur und Umwelt informieren und zu eigenem
Handeln motivieren. In der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geht es nicht um
die politische Auseinandersetzung in gesellschaftlich umstrittenen Bereichen,
sondern vielmehr um Aufklärung zu wissenschaftlich erwiesenen und durch den
gesetzlichen Rahmen allgemein akzeptierten Sachverhalten.
- 42 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 20-mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau.
- Mehrere Hörfunk-Interviews für hr1 und hr4, Reporterbeiträge im
Hessenfernsehen bei "Alle Wetter"
- Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der
Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche
erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von
mittlerweile über 1.350 Adressen wurden in 2010 rund 25 Newsletter
verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000
Exemplaren aufgelegt und verteilt. Ein Teil der Auflagen konnte über die
Kisten von Querbeet in rund 1.000 Haushalte direkt verteilt werden, im
Gegenzug wurde auf der Rückseite eine Anzeige abgedruckt.
- Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für die
Ferienspiele in den Sommerferien 2010 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren
gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere
Auslagestellen verteilt.
- Beim Radreisemarkt in Bornheim im März konnte auch überregional für die
Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau geworben werden.
Veranstaltungsprogramm
Erneut auf rund 50 Veranstaltungstage hat es das offene Programm 2010 gebracht.
Publiziert über zwei Halbjahresprogramme, Internet, E-Mail-Newsletter und die
Tageszeitungen im Wetteraukreis wurden Führungen, Vorträge, Kurse und
Ferienspiele angeboten.
Im Angebot waren Klassiker wie die "Vogelstimmenwanderung mit
Wiesenfrühstück", der "Pflanzenbestimmungskurs" und die
obligatorische "Fledermauswanderung" im Sommer. Ganz neu dagegen Kurse
und Vorträge zum Thema Bodenkunde sowie eine Führung zu den Libellen der
Wetterau.
Beispielhaft werden hier exemplarisch einige Veranstaltungen beschrieben:
NABU-Naturführerausbildung
Am 6. März 2010 startete erstmals eine NABU-Naturführerausbildung. Dieses
Veranstaltungskonzept stellte sich schnell als außerordentlich erfolgreich
heraus: Über 50 Leute meldeten sich zu der Kursreihe an, 25 davon konnten
schließlich teilnehmen, die restlichen Interessenten mussten auf die Warteliste
gesetzt werden.
In sechs Modulen wurden in dem Kurs die Grundlagen der Lebensräume, der Tier-
und Pflanzenarten und der Naturschutzprojekte im Wetteraukreis vermittelt.
Abgerundet wurde der Kurs mit einem Didaktik-Modul, in dem die Grundlagen des
guten Auftritts und der optimalen Gestaltung von Führungen und Vorträgen
vorgestellt wurden. Jeder Teilnehmer hatte abschließend eine
Veranstaltungskonzeption zu präsentieren und erhielt nach erfolgreicher
Präsentation ein Zertifikat als "NABU-Naturführer". Von den 25
Teilnehmern konnte 20 Teilnehmern dieses Zertifikat überreicht werden.
Bereits im November 2010 startete die nächste Kursreihe unter dem Projekttitel
des neu anerkannten UN-Dekade-Projektes "ZukunftsBotschafter" mit dem
Schwerpunkt "Klima & Energie".
Ferienspiele 2010
Nach den guten Erfahrungen der Vorjahre wurden erneut zwei Wochen am Stück
Ferienspiele vom 2. bis zum 13. August 2010 auf dem Lehrbiotop in Assenheim
angeboten. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konnten sich für täglich
abgeschlossene Themen anmelden und wurden jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr
betreut und gemeinsam Naturerlebnisse ermöglicht. Das Mittagessen mit Zutaten
aus ökologischer Landwirtschaft wurde gemeinsam von den Teilnehmern zubereitet.
Insgesamt nahmen 65 Kinder mit einer Dauer von einem bis zu zehn Tagen teil.
Alle Teilnehmer, die mindestens fünf Tage dabei waren, bekamen anschließend
den begehrten "Natur-Ranger-Ausweis".
Empfang zur Auszeichnung durch die UNESCO
Am 20. August hatte die Umweltwerkstatt zu einem Empfang eingeladen. Geladen
waren die Bürgermeister im Wetteraukreis, die Bildungseinrichtungen im Kreis,
die Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Grund für den Empfang war
die Auszeichnung als UN-Weltdekade-Projekt. Damit ist das Projekt
"ZukunftsBotschafter" der Umweltwerkstatt das einzige Bildungsprojekt
im Wetteraukreis, dass mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt wurde. An dem
Empfang nahmen rund 40 Personen teil, nach einer kurzen Projektpräsentation und
Grußworten klang die Veranstaltung bei Sekt und Selters aus.
Kunst am Fluss
Im Wechsel mit der Bat-Night findet alle zwei Jahre in Assenheim die
Großveranstaltung "Kunst am Fluss" statt, bei der sich die
Umweltwerkstatt organisatorisch und mit einem eigenen Stand beteiligt. Am 14.
August gab es Mitmachangebote zum Thema LandArt: Kleine Kunstwerke aus
Naturmaterialien konnten erstellt werden und an einer Station konnten Besucher
mit wenig Zeit auch im Vorbeigehen "LandArt to go" betreiben. Dazu gab
es Kaffee aus dem Solar-Café.
Herbstfest auf dem Lehrbiotop
Eine Neuheit im Programm der Umweltwerkstatt war das Herbstfest am 3.10. auf dem
Lehrbiotop: Bei frühherbstlichem Wetter konnte gemütlich unter den alten
Apfelbäumen Kaffee getrunken und Gemüsesuppe gegessen werden. Nebenan pressten
die Besucher mit einer kleinen Handkelter frischen Apfelmost. Schlafquartiere
für Igel und Nisthilfen für Wildbienen konnten selbst gebaut werden und am
Lagerfeuer wurde Stockbrot gebacken.
Sonstiges
Ebenfalls zu den "öffentlichen" Veranstaltungen können die zehn
Monatstreffen gezählt werden. Dies sind die Vorstandssitzungen der
Umweltwerkstatt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, um in die Arbeit
des Vereins herein zu schnuppern, oder Anliegen vorzubringen.
Abrufveranstaltungen
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau auch
eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können
individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die
Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2010 knapp
100 Abrufveranstaltungen gebucht.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Die Umweltwerkstatt ist seit Jahren Partner des Jugendbildungswerkes des
Wetteraukreises. Gemeinsam werden seit 1989 eine Kanutour für Jugendliche auf
der Lahn und seit einigen Jahren zusätzlich eine Freizeit an der Mecklenburger
Seenplatte angeboten.
Aufgabe der Umweltwerkstatt ist die fachliche Beratung und organisatorische
Unterstützung in Vorbereitung und Abwicklung dieser beiden Freizeiten.
Projekte
Als "Roter Faden" durch die laufende Arbeit Umweltwerkstatt ziehen
sich immer wieder auch Projekte. Hier die wichtigsten Projekte, die 2010
begonnen wurden:
ZukunftsBotschafter
Als Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wurde
das Projekt "ZukunftsBotschafter" (siehe auch im Internet unter
www.zukunftsbotschafter.de) entwickelt. Der Projekttitel leitet sich von der
ideellen Botschaftertätigkeit der Teilnehmer an Veranstaltungen der
Umweltwerkstatt ab. Eigentlich ist jeder ein "ZukunftsBotschafter",
der Themen des Natur- und Umweltschutzes am Arbeitsplatz oder in der Schule, im
Verein oder in der Familie einbringt.
Im Rahmen des Projektes sollen komplexe globale Nachhaltigkeitsprobleme
aufgegriffen und in der eigenen Region erlebbar gemacht werden. Dazu wurden vier
Themenkomplexe zusammengefasst: "Biodiversität & Freizeit",
"Klima & Energie", "Wasser & Fließgewässer" sowie
"Landwirtschaft & Ernährung".
Angeboten werden die Themen zunächst als Kursreihe im Rahmen der
Erwachsenenbildung, angedacht sind aber auch spezielle Programme für Schulen.
Broschüre "Ein Blick nach unten"
Eine bundesweite "Marktlücke" schließt die Ende 2010 bei der
Umweltwerkstatt entstandene bodenkundliche Broschüre für Kinder. Ausgestattet
mit Fördermitteln des Hessischen Umweltministeriums und von einem
Anzeigenkunden konnte eine ansprechende Broschüre für Kinder erstellt werden,
in der die Bodenkunde umfassend behandelt wird. Auf 28 Seiten DIN A4 führt die
sympathische Springschwänzin "Nele" durch das Leben im Boden, durch
die Entwicklung von Böden und hin zu eigenen Experimenten und Untersuchungen.
Die Broschüre wurde mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und ist
mittlerweile bundesweit gefragt.
EU-Jugendprojekt "Hör doch mal her"
Die Erstellung von Audioführern mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stand
im Mittelpunkt des Projektes "Hör doch mal her". Dazu konnte bei der
EU ein Fördermittelantrag im Rahmen des Förderprojektes "Jugend in
Aktion" gestellt werden. Dafür wurden 5.500 € bewilligt. Mit diesen
Mitteln konnten die technische Gerätschaft ausgeliehen und entsprechende
Kursleiter bezahlt werden. Außerdem konnten hierüber u.a. die
Produktionskosten der CD "100 Stimmen für die Wetterau" finanziert
werden.
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und
Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m
sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen zahlreiche Erdkröten über
die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen
Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu
angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst wurde ein
Pflegeeinsatz auch als öffentliche Veranstaltung ausgeschrieben, bei der
den Teilnehmern Wissen über den richtigen Obstbaumschnitt oder die Anlage
eines Igelquartiers vermittelt werden sollten.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
" Seit Ende 2008 ist André Dieckhoff Auszubildender und sorgt für eine
regelmäßige Präsenz im Haus und am Telefon.
" Im August und September 2010 leistete Analena Severon ein Praktikum im
Rahmen ihres Studiums und unterstütze auch bei den Ferienspielen
" Im November 2010 hat Simon Epp ein sechsmonatiges Praktikum begonnen.
" Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen
zurück gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe
abzuleisten hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur
Pflege des Lehrbiotops genutzt.
Niddatal, 5. April 2011
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
Jahresbericht 2009 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Das Vereinsjahr 2009 ist geprägt durch die Großveranstaltung
"Bat-Night", das 20jährige Jubiläum und den Wiedereinzug in das
frisch renovierte Alte Rathaus von Assenheim.
Mit der Anerkennung als Träger der hessischen Lehrerfortbildung und einem
Antrag zum "UN-Dekadeprojekt" wurden neue Qualitätsstandards
aufgegriffen.
Das Bild der Umweltwerkstatt nach außen wird nun klar und eindeutig auf den
Aufgabenbereich "Umweltbildung" und "Öffentlichkeitsarbeit"
reduziert, was deutlich zur Profilbildung beigetragen hat. Damit verbunden wird
ausschließlich in drei Grundmustern: "Offene Veranstaltung",
"Abrufangebot" und "(Bildungs-)Projekt" gearbeitet. Dennoch
bieten sich viele Ansatzpunkte für ein praktisches Engagement, etwa in der
Entwicklung des Lehrbiotops oder beim Aufbau der Krötenzäune.
Eine konsequente Entscheidung hat der Vorstand bezüglich der Standortwahl
herbeigeführt und den schrittweisen Rückzug aus Wippenbach beschlossen.
Gleichzeitig soll ein neuer Standort in Niddatal oder im direkten Umfeld (z.B.
Friedberg) gefunden werden.
Mitgliederstand
Die Entwicklung des Mitgliederbestandes ist weiterhin abnehmend. Es gab 2009
einen Neueintritt und vier Austritte. Damit entwickelte sich die Mitgliederzahl
von 141 (31.12.2008) auf 137 am 31.12.2009.
Gleichzeitig konnten aber im Wesentlichen durch die Aktivitäten und
Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2009 für den NABU im
Wetteraukreis 124 neue Mitglieder geworben werden.
Grundsätzlich muss die Kommunikation der beiden Mitgliedschaften neu diskutiert
werden. Bislang gilt: Neue Leute erst für eine Mitgliedschaft im NABU werben.
Wer darüber hinaus noch die Umweltbildungsarbeit im Wetteraukreis fördern
möchte, kann zusätzlich Mitglied bei der Umweltwerkstatt werden.
Um aber die wachsenden Aufgaben im Bereich der Umweltbildung künftig noch
finanzieren zu können, wird der Verein um eine aktive Mitgliederwerbung nicht
herum kommen. Dazu sollten gezielt potenzielle "Förderer"
angesprochen und geworben werden.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau will vorrangig
über grundlegende Zusammenhänge in Natur und Umwelt informieren und zu eigenem
Handeln motivieren. In der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geht es nicht um
die politische Auseinandersetzung in gesellschaftlich umstrittenen Bereichen,
sondern vielmehr um Aufklärung zu wissenschaftlich erwiesenen und durch den
gesetzlichen Rahmen allgemein akzeptierten Sachverhalten.
- 27 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 20-mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau.
- Ausführliche Berichterstattung zur Bat-Night und zur Umweltwerkstatt in
der Beilage der Wetterauer Zeitung "Streifzug"
- Mehrere Hörfunk-Interviews für hr1 und hr4, Reporterbeiträge im
Hessenfernsehen bei "Alle Wetter"
- Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der
Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche
erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von
mittlerweile über 1.250 Adressen wurden in 2009 rund 25 Newsletter
verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000
Exemplaren aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus konnten 5.000
Einladungskarten für die Jubiläumsfeierlichkeiten an Haushalte verteilt
und öffentlich ausgelegt werden.
- Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für die
Ferienspiele in den Sommerferien 2009 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren
gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere
Auslagestellen verteilt.
- Auf mehreren Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft seien hier der Radreisemarkt in Bornheim,
die Gartenausstellung in Laubach und das "Wickstädter Kunstfest"
genannt.
Veranstaltungen
Auf rund 50 Veranstaltungstage hat es das offene Programm 2009 gebracht.
Publiziert über zwei Halbjahresprogramme, Internet, E-Mail-Newsletter und die
Tageszeitungen im Wetteraukreis wurden Führungen, Vorträge, Kurse und
Ferienspiele angeboten.
Dabei stand Altbewährtes wie Fackelwanderung und Vogelstimmenwanderung mit
Wiesen-Frühstück erfolgreich neben neuen Formaten, wie beispielsweise die
beiden "Wahr-Falsch-Wanderungen". Bei diesen wurden auf einem Rundgang
ortsspezifisch verschiedene Geschichten aufgetischt, bei denen die Teilnehmer
entscheiden mussten, ob es sich um Lügengeschichten oder um die Wahrheit
handelt.
Als herausragend zu nennen sind die Ferienspiele, die Bat-Night und die
Jubiläumsfeierlichkeiten:
Ferienspiele 2009
Nach den guten Erfahrungen von 2008 wurden erneut zwei Wochen am Stück
Ferienspiele auf dem Lehrbiotop in Assenheim angeboten. Kinder im Alter von 7
bis 12 Jahren konnten sich für täglich abgeschlossene Themen anmelden und
wurden jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr betreut und gemeinsam
Naturerlebnisse ermöglicht. Das Mittagessen mit Zutaten aus ökologischer
Landwirtschaft wurde gemeinsam von den Teilnehmern zubereitet. Insgesamt nahmen
65 Kinder mit einer Dauer von einem bis zu zehn Tagen teil. Alle Teilnehmer, die
mindestens fünf Tage dabei waren, bekamen anschließend den begehrten
"Natur-Ranger-Ausweis".
Bat-Night
Am 22. August fand die vierte Wetterauer Bat-Night in Assenheim statt. Eine
Großveranstaltung zu der 2009 rund 750 Leute gefunden haben (zum Vergleich:
2007 waren es rund 1.000). Aus logistischen Gründen wurde von dem beengten Raum
in der Spitze der Wettermündung auf die andere Uferseite umgezogen. Dort
konnten die zehn Spiel- und Erlebnisstationen sowie Ausstellungen, Info- und
Essensstände und das große NABU-Zelt auf der Fläche des Festplatzes und des
direkt angrenzenden Spielplatzes aufgebaut werden.
Empfang zum Jubiläum
Auf den letzten Drücker fertig gestellt, konnte das Alte Rathaus Anfang
November als altes/neues Domizil wieder bezogen werden. Am 15. November fand
dort dann ein Empfang zum 20jährigen Bestehen des Vereins in diesem Gebäude
statt.
In den Räumen wurden die neue Rollup-Ausstellung zur Arbeit der Umweltwerkstatt
sowie zahlreiches Bildmaterial und Zeitungsausschnitte aus 20 Jahren
präsentiert. Für Kinder wurden einfache Bastelarbeiten angeboten, es gab
Kurzvorträge und Ausblicke in die künftige Arbeit der Umweltwerkstatt.
Sonstiges
Ebenfalls zu den "öffentlichen" Veranstaltungen können die zehn
Monatstreffen gezählt werden. Dies sind die Vorstandssitzungen der
Umweltwerkstatt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, um in die Arbeit
des Vereins herein zu schnuppern, oder Anliegen vorzubringen.
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau
auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können
individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die
Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2009 rund 100
Abrufveranstaltungen gebucht.
Zur Entwicklung und Gestaltung dieser Abrufangebote wurde eine Arbeitsgruppe
eingerichtet, die sich 2009 vorrangig der Festlegung der Themenkomplexe und der
Programmgestaltung für die Ferienspiele widmete. Außerdem hat sich diese AG
darum bemüht, weitere Leute für die Durchführung der Abrufangebote
einzubinden. So konnten fünf weitere Personen als Referenten gefunden werden.
Aus dieser Motivation heraus wurde auch der Ausbildungsgang zum
"NABU-Naturführer" konzipiert, der am 6. März 2010 startete und sich
einer ausgesprochen hohen Nachfrage erfreut.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Die Umweltwerkstatt ist seit Jahren Partner des Jugendbildungswerkes des
Wetteraukreises. Gemeinsam werden seit 1989 eine Kanutour für Jugendliche auf
der Lahn und seit einigen Jahren zusätzlich eine Freizeit an der Mecklenburger
Seenplatte angeboten.
Aufgabe der Umweltwerkstatt ist die fachliche Beratung und organisatorische
Unterstützung in Vorbereitung und Abwicklung dieser beiden Freizeiten.
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und
Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m
sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen zahlreiche Erdkröten über
die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen
Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu
angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst wurde ein
Pflegeeinsatz auch als öffentliche Veranstaltung ausgeschrieben, bei der
den Teilnehmern Wissen über den richtigen Obstbaumschnitt oder die Anlage
eines Igelquartiert vermittelt werden sollten.
- Besonders fleißig waren im Mai die Pfadfinder aus Nidderau, die im Rahmen
der von der katholischen Kirche ausgeschriebenen
"72-Stunden-Aktion" mit rund 30 Kindern und Jugendlichen kräftig
auf dem Lehrbiotop aufgeräumt haben, sowie einen Barfußpfad, ein
Baumxylophon und Wildbienenhotels errichtet haben. Auch der Bauwagen erhielt
einen freundlichen Neuanstrich mit Naturmotiven.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
- Seit Ende 2008 ist André Dieckhoff Auszubildender und sorgt für eine
regelmäßige Präsenz im Haus und am Telefon.
- Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege
des Lehrbiotops genutzt.
- Im Herbst 2009 wurde der Umzug aus den "Exil"-Räumen in der
Bahnhofstraße zurück ins Alte Rathaus vorbereitet. Da im Rathaus aber nur
noch ein Raum zur Verfügung steht, verbleiben zunächst große Teile, wie
Werkstatt, Druckerei und Lager in der Bahnhofstraße.
Niddatal, 9. März 2010
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
Jahresbericht des
Vorsitzenden des
NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2009
Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2009, 3.084 Personen, am 31.12.2009,
2.890 Personen, was einen Verlust von 194 Personen bedeutet. Damit hat sich
unser Mitgliederschwund zwar etwas verlangsamt, was aber keinesfalls gut ist.
Aus den ausgelegten Statistiken geht hervor, dass überwiegend Menschen
ausgetreten sind, die durch die professionelle Mitgliederwerbung gewonnen worden
waren. Dies zeigt um so deutlicher, wie wichtig es ist, selbst auf Menschen
zuzugehen, und unseren Verband zu bewerben. Am erfolgreichsten geschieht dies
durch die NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
Im Geschäftsjahr 2009 trafen wir uns zu 10 Vorstandssitzungen, acht davon in
Wippenbach, einen Standort, den wir momentan nicht mehr weiterführen, und die
letzten beiden Sitzungen waren in Altenstadt, wo wir, im dortigen Vereinsheim
sehr freundlich aufgenommen wurden.
Da wir auch in diesem Jahr den Veranstaltungsort unserer Vorstandssitzungen
nicht nur auf das Alte Rathaus in Assenheim beschränken wollen, erlaube ich mir
Euch darum zu bitten uns gelegentlich, vor allem im Ostkreis der Wetterau,
einzuladen. Natürlich sind unsere Vorstandssitzungen öffentlich. Ihr seid uns
alle immer herzlich willkommen!
Am 15.02. bzw. 7.03. beschäftigten wir uns mit dem Aufbau eines
Amphibienschutzzauns bei Dauernheim. Hierfür seih einmal vielen Dank gesagt, an
unseren Amphibienbeauftragten Hans-Georg Dittgen, dem in diesem Zusammenhang
immer wieder große Verdienste zukommen. Außerdem bedanke ich mich bei den
Naturfreunden Ober-Mockstadt, die den Zaun in diesem Jahr aufgebaut haben und
auch täglich betreuen!
Am 21. & 22.03. besuchte ich die Landesratstagung aller hessischen
Kreisvorstände mit dem Landesverband in der Jugendburg Hessenstein, am Edersee.
Wenn Ihr ein Ausflugsziel für den Sommer sucht, kann ich Euch wärmstens
empfehlen, dort Quartier zu beziehen, und dann einmal den einzigen, hessischen
Nationalpark Kellerwald/Edersee zu besuchen. Gerne bin ich bei der Organisation
behilflich!
Am 28.03. nahm ich an einer Waldbegehung in Ortenberg-Gelnhaar teil. Hier wurde
deutlich, dass unsere Resolution, aus dem letzten Jahr, Früchte zeigt. Der
Umgang mit Herrn Reismann, vom Forstamt Nidda ist ausgesprochen freundschaftlich
und fruchtbar. Dies heißt jedoch nicht, dass, aus unserer Sicht, die
Waldbewirtschaftung in Hessen völlig problemlos läuft. Dass allerdings auch
der Staatsbetrieb Hessen-Forst über eine FSC-Zertifizierung der hessischen
Staatswälder nachdenkt, ist sehr zu begrüßen, und bleibt unsere zentrale
Forderung. Hier ist vor allem unser Landesverband gefragt, der in intensiven,
und harten Verhandlungen mit der neuen hessischen Umweltministerin, Frau
Lautenschläger, steht. Positiv konnte hierbei schon das Verbot der
großflächigen Maikäfervergiftungen erreicht werden, welches bereits
beschlossen war!
Am 20.04. wurde ich zur Jahreshauptversammlung des NABU Florstadt eingeladen,
der wegen Personalmangels seine Auflösung beschließen musste.
Da wir als Kreisverband auch Mitglied des Vereins Oberhessen sind, besuchte ich,
am 14.05. auch dessen Jahreshauptversammlung in Hirzenhain-Glashütten.
Ein sehr gelungenes Beispiel positiver Öffentlichkeitsarbeit bot am 4.07. die
Schwickartshäusener Fledermausnacht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in
Nidda Schwickartshausen. Die Arbeit mit Wolfgang Eckhard, Karl Kugelschafter und
Adam Strecker, sowie die ausgesprochen positive Imagewerbung durch den NABU
Ober-Lais, gehören zu den angenehmsten Pflichten für mich als
Kreisvorsitzenden. Dem Vorwurf der Konkurrenz zur Bat-Night der NABU
Umweltwerkstatt muss ich energisch entgegentreten! Das Thema Fledermausschutz
ist so positiv besetzt, dass zwei, so unterschiedliche Veranstaltungen, durchaus
parallel laufen können. Dies wird allein schon dadurch deutlich, dass man
überall immer wieder gute Bekannte trifft. Auf meine Anfrage, über eine
Zusammenarbeit nachzudenken, habe ich darüber hinaus, nur positive Meinungen
gehört.
Der neu geschaffene Umwelt- & Innovationspreis der OVAG wurde am 8.07.
verliehen. Preisträger waren, neben der Firma Wisy, Regenwassertechnik, die
Arbeitsgemeinschaft Wiesenvogelschutz Wetterau. Menschen also, die nicht nur eng
mit uns zusammenarbeiten, sondern auch größtenteils unserem Verband
angehören.
Am 21.08. transportierten wir unser Zelt nach Ober-Lais, wo es an dem dortigen
Zeltlager, das Zentrum einer Veranstaltung bildete, die jeder Vereinsvorstand
einmal besuchen sollte. Von den Freunden vom NABU Ober-Lais können wir alle
etwas lernen! In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass unser Zelt Euch
allen zur Verfügung steht! Schließlich haben wir es aus Euren Spenden &
Mitgliedbeiträgen bezahlt!
Die schon erwähnte Bat-Night in Assenheim bildete den Höhepunkt der Arbeit der
NABU Umweltwerkstatt, am 22.08., über die wir in dem externen Bericht noch
etwas hören werden.
Die Bürgerinitiative Skiwiese-Bad-Nauheim hatte mich am 5.09. eingeladen, wo
eine tolle Veranstaltung stattfand, bei der Waldbewirtschaftung mit
Kaltblutpferden gezeigt wurde. Auch hier führte ich sehr konstruktive
Gespräche mit Herrn Reismann vom Forstamt Nidda.
Einen Informationsbesuch bei der Vogel-Auffangstation von Herrn Dr. Stoebe, in
Schotten Betzenrod, zusammen mit meinem Stellvertreter Hans-Georg Dittgen,
machten wir am 25.09. Wir haben, nach intensiver Diskussion, auch mit den
Kollegen vom NABU Vogelsberg, eine finanzielle Unterstützung abgelehnt. Da Herr
Stoebe mich nochmals angefragt hat, und mir auch einen umfangreichen
Tätigkeitsbericht zugeleitet hat, möchte ich nochmals darüber diskutieren.
Die Unterlagen habe ich, zur Prüfung an Udo Seum weitergegeben. Gerade weil der
Beschluss nicht einstimmig ist, werden wir uns, im Vorstand, nochmals damit
beschäftigen.
Am 4.10. fand die Landesvertreterversammlung vom NABU Hessen statt, die wir
traditionell besucht haben.
Nach einigen Terminschwierigkeiten waren wir am 8.10. bei der OVAG in Friedberg
eingeladen. Dort diskutierten wir energiepolitische Themen. Während es bei der
Windenergie momentan sehr ruhig ist, was ich ganz persönlich bedauere, gibt es
bei der Biomassenutzung, gerade auch bei den Plänen in Wölfersheim,
erheblichen Diskussionsbedarf. Auch wenn Herr Marloff, Kreislandwirt, das etwas
anders sieht, haben wir große Probleme mit der massiven Ausweitung des
Maisanbaus.
Die, schon erwähnte NABU Gruppe Florstadt, beschloss am 13.10. die Fussion mit
dem NABU Niddatal. Trotz fast 100 Mitgliedern, ist es nicht gelungen, einen
geschäftsführenden Vorstand zu wählen. Diese Entwicklung zeigt, dass auch
sehr gute Arbeit, oft nur von wenigen Aktiven getragen wird. Bei Krankheit, oder
Wohnortwechsel, kommt es da schnell zu großen Problemen. So wage ich gar nicht
daran zu denken, wenn Udo Seum, Frank-Uwe Pfuhl, Rudi Nein, Günter Trageser
ähnliches planten. Ausdrücklich betone ich, dass diese Liste keinesfalls
vollständig ist! Aber bitte denkt daran, rechtzeitig mehrere Menschen in die
Vorstandsarbeit einzubinden!
Nach zweijähriger Renovierung durfte die NABU Umweltwerkstatt Wetterau am
15.11. wieder ins Alte Rathaus Assenheim einziehen. Damit haben wir wieder
unseren gewohnten Ansprechpartner, was auch mit dem 20jährigen Jubiläum
gefeiert wurde. Leider konnte ich nur kurz dabei sein, da ich noch einer
Preisverleihung in Bad Vilbel einen Besuch abstattete.
Die wohlverdiente Krönung seiner unermüdlichen Arbeit erhielt Kollege Günter
Trageser am 16.11., mit der Verleihung des Wetterauer Umweltschutzpreis, in
Friedberg. Außerdem wurde der Angelverein Nidda ausgezeichnet. Damit wurden
schon zum wiederholten mal Kandidaten bedacht, die von uns vorgeschlagen wurden.
Da ich, in diesem Jahr eine Bewerbung zurückgezogen habe, bitte ich dringend um
Vorschläge aus Euren Reihen. Wie Alfred Leiß schon mehrfach betont hat, ist
diese öffentliche Anerkennung unserer Arbeit perfekte Öffentlichkeitsarbeit,
und für die Preisträger der angemessene Dank!
Die Gründung der Naturfreunde Ober-Mockstadt, die ich am 9.12. besuchte,
verlief aus unserer Sicht unschön, was aber an einem Fehler des Landesverbandes
lag, über den wir am vergangenen Montag intensiv gesprochen hatten. Es macht
aber schon ungeheuer Mut, zu sehen, dass über 100 Menschen kommen, wenn die
Gründung einer Naturschutzorganisation geplant ist! Von dieser Seite appelliere
ich an die Naturfreunde jede Form der Zusammenarbeit zu suchen. Unsere Tür
steht Euch offen!
Zum Jahresabschluss wurde ich noch, am 28.12. nach Büdingen eingeladen, wo es
zu Unstimmigkeiten zwischen einem Bürger und dem Forstamt gekommen war. Es ist
schon schön zu sehen, mit welchem Respekt wir als NABU von offizieller Seite
her gesehen werden.
An dieser Stelle möchte ich meinen Bericht beschließen, da ich, vor allem zu
Punkt 4 der Tagesordnung, noch eine umfangreiche Diskussion erwarte.
Ich tu dies allerdings nicht, ohne mich ausdrücklich bei allen Vorstandskollege
vom Kreisverband, und, mindestens genauso wichtig, bei allen Vorständen der
Gruppen zu bedanken. Nicht immer war unsere Meinung exakt gleich, aber ich denke
schon, dass sich, auch bei schwierigen Fragen, die ohne Zweifel anliegen, immer
Kompromisse finden lassen. Letztendlich ziehen wir alle am selben Strang, wenn
auch manchmal aus etwas unterschiedlicher Richtung!
Jürgen Faust
Vorsitzender
NABU Wetterau
Jahresbericht 2008 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU
Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2008 folgendes geleistet:
> Rund 20 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
> Über 20 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Aktivitäten der NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
> Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite
des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche erfolgte
eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile
über 1.100 Adressen wurden in 2008 gut 30 Newsletter verschickt.
> Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare
aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für den
wieder in der Wetterau heimischen Biber gedruckt und verteilt.
> Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für den Ferienspiele
in den Sommerferien 2008 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und
flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere Auslagestellen verteilt.
> Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die
Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg, der Bioenergietag
am "Rauhen Berg" und die "Sonnenwendfeier" in Ilbenstadt
genannt.
> Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für
interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in
Sachen Natur und Umwelt erhalten. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein
Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer,
Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr
ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.
Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
· Das größte von der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2008 begleitete Projekt
war die Aktion "Sonne, Mond und Sterne" der Stadt Niddatal.
Federführend hat die Umweltwerkstatt mehrere Veranstaltungsbeiträge und
Aktionen zum Thema durchgeführt.
Finanziert aus Spenden, Fördermitteln und einem Eigenanteil konnte das
Umwelt-Mobil zu einem kreisweit einmaligen "Solar-Café" ausgebaut
werden. Eine Investition, von der der Verein noch einige Jahre profitieren wird.
Zur Ausstattung gehören neben einer Solaranlage auf dem Dach auch die
entsprechende Beschilderung, ein Kaffeevollautomat, ein Solarbackofen und ein
Solarkocher. Alle Utensilien sind mobil einsatzfähig und können auch
ausgeliehen werden. Mit dem Solar-Café besteht ein Anschauungsobjekt und
niederschwelliges Bildungsangebot, das die Anwendung erneuerbarer Energien in
Alltagssituationen präsentiert.
· Projektcharakter hatten auch die zweiwöchigen Ferienspiele auf dem
Lehrbiotop, die als Ganztagesangebot mit einem mit der Gruppe selbst gefertigten
vollwertigen Mittagessen gestaltet waren. Täglich wurde ein abgeschlossenes,
hochwertiges Programm gestaltet. Eine umfangreiche Bilddokumentation findet sich
auf der Internetseite der Umweltwerkstatt.
Dieses Projekt wurde finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
unterstützt.
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
> Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof
Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf
jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.043 bzw.
1.271 Erdkröten (2008) über die Straße getragen worden.
> Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen
müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und
Schilder kontrolliert werden. Im Herbst konnten fünf neue hochstämmige
Obstbäume gepflanzt werden.
> Viel Zeit nahm auch die Sortierung und Inventarisierung in den "Exil"-Büroräumen
in der Bahnhofstraße ein. Was vorher auf rund 200m² im alten Rathaus Platz
fand, musste beim Auszug auf Räume in Wippenbach und im Ausweichquartier (mit
nur 40m² Fläche) untergebracht werden. Dabei mussten zahlreiche Dinge
aussortiert werden, um Platz zu schaffen, andere waren neu zu sortieren.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
> Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden,
Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für
Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt
arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger
absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet.
Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Im Anschluss wurde mit André Dieckhoff ein neuer Auszubildender eingestellt.
> In der Zeit vom 1.3.2008 bis zum 28.02.2009 wurde Robert Büger mit einem
Mini-Job als sog. "400-€-Kraft" beschäftigt.
> Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt
werden.
> Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des
Lehrbiotops genutzt.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2008 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der
Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der
Veranstaltung.
Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein Gewinn
erwirtschaftet wurde.
Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In
2008 wurden über 50 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a.
folgende Themen auf dem Programm:
> Vortrag Biber als Landschaftsgestalter
> Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
> Führung durch das Bingenheimer Ried
> Frühlingswald hoch Vier
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Bauernsenf und Gundermann
> Von Kohle und Flözen, Wasser und Streit
> Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
> Wanderung durch das Krebsbachtal
> Eulenexkursion in Assenheim
> Wasser, Wasser, Wasser
> Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
> Lebensraum Siedlung
> rund 15 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod,
Assenheim, Rosbach, Karben
> zehn Ferienspieltage
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Sternenhimmel im August
> Einweihung der größten Solaranlage Niddatals
> Sternwarte
> Die Niddataler Sonnenwendfeier
> Archäologische Radtour durch Niddatal
> Früchte und Kräuter für die Küche
> Lebensraum Bach und Fluss
> Was hat die Wingerte mit den Sonnenflecken zu tun?
> Tour der Genießer
> Lebensraum Streuobstwiese
> Herbstwald hoch Vier
> Besuch bei Familie Biber
> Grünhaus - Tagebau wird Naturparadies
> Geologie von Wetterau und Vogelsberg
> Zehn öffentliche Monatstreffen
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau
auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können
individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die
Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2008 rund 100
Abrufveranstaltungen gebucht.
Niddatal, 24. März 2009
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
Jahresbericht des
Vorsitzenden des
NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2008
Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2008, 3.297 Personen, am 31.12.2008,
3.084, was einen Verlust von 213 Mitgliedern bedeutet. Wir liegen damit noch im
oberen Bereich der hessischen Kreisverbände und umfassen noch knapp über 1 %
der Bevölkerung unseres Kreises. Von diesen Mitgliedern sind 1.705 Personen
durch die professionelle Mitgliederwerbung des Landesverbandes geworben worden.
Dies macht deutlich, dass die Stornierungen der Mitgliedschaft zwar überwiegend
diese, meist rein fördernden Mitglieder betrifft, aber durchaus auch ein
Verlust von klassisch geworbenen Stammmitgliedern stattfindet. Hier sind wir
alle gefordert wirksam gegenzusteuern.
Im Geschäftsjahr 2008 trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die seit dem
Sommer nur noch in Wippenbach stattfanden. Ich möchte erneut betonen, dass
diese Sitzungen immer öffentlich sind, und wir würden uns freuen Vertreter aus
den Gruppen begrüßen zu können. Die Termine können Sie gerne dem Internet
entnehmen, in der Regel ist es immer der dritte Donnerstag eines jeden Monats,
mit Ausnahme einer Sommerpause im Juli und einer Adventspause im Dezember. Wir
beginnen immer um 20.°° Uhr, ich darf Sie alle herzlich einladen!
Am 4.03. fand ein Vortrag zum Thema Biber, von unserem stellvertretenden
Landesgeschäftsführer Mark Harthun in Ilbenstadt, bei der uns sehr gewogenen
Firma TK-Solar statt. Diesen Tag möchte ich als Startpunkt unserer
Sympathiekampagne für dieses faszinierende Nagetier bezeichnen.
Am 15. & 16.03. besuchte ich die alljährliches Landesratsversammlung aller
hessischen Kreisvorsitzenden, mit dem Landesvorstand in Groß-Umstadt.
Am 27.03. fand in Nidda unsere Jahreshauptversammlung statt.
Am 17. Mai beteiligten wir uns an einem Tag der Ideen in den Werkstätten für
Betreute Menschen in Ortenberg –Gelnhaar, mit dem Umweltmobil. Leider war hier
sowohl die Zahl der Gäste etwas enttäuschend, und auch hätte ich mir
gewünscht hier mehr NABU Kollegen begrüßen zu können.
Am nächsten Tag half ich einem Kollegen aus dem nordhessischen Homberg, die
sich unser Zelt, für den Hessentag ausgeliehen hatten. Hierzu möchte ich
sagen, dass es etwas enttäuschend ist, dass unser Zelt nur am Hessentag und bei
dem beeindruckenden Jugendzeltlager in Nidda Ober-Lais gebucht war. Macht bitte
mehr Gebrauch davon, genau wie das Umweltmobil auch mehr in die Öffentlichkeit
gehört! Bisher liegt nur eine Vorbestellung aus Ober-Lais vor; ich hoffe und
gehe davon aus, daß der, heute neu zu wählende Vorstand, das ähnlich sieht!
Am 30. Mai waren wir von Alfred Leiss nach Wiesbaden eingeladen, wo ihm, im
Rahmen einer Feierstunde, das wohlverdiente Bundesverdienstkreuz verliehen
wurde.
Nach einer kurzen Sommerpause besuchten wir, am 5.08. eine Veranstaltung in
Nidda, wo uns ein LIFE-Naturschutzprojekt der hessischen Landesregierung
vorgestellt wurde, an dem wir uns zwar nicht direkt beteiligen, das aber unsere
Unterstützung verdient, so es denn zustande kommt. Näheres entnehmen Sie bitte
den ausgelegten Flyern.
Die Landesvertreterversammlung, am 23.08. war wohl einer der Höhepunkte im NABU
Jahr, nicht nur wegen der Feierstunde 100 Jahre NABU Hessen.
Eine echte Besonderheit durften wir am 5.09. gestalten, wo sich aus der
erlöschenden Naturschutzgruppe Büdingen eine neue NABU Gruppe gründete. Eine
Veranstaltung, die Mut macht, wenn es auch einige Startschwierigkeiten gab. Bei
dieser Gelegenheit geht mein ganz besonders herzlicher Gruß an die neue
Vorsitzende Frau Gudrun Lindenberger.
Am 21.09. waren wir dann erneut zu Gast bei TK-Solar, wo wir mit dem Umweltmobil
und dem Solarkocher, sowie dem Solarbackofen mächtig Eindruck schinden konnten.
Der Einladung zur Diamantenen Hochzeit von Karl Winter kamen wir, am 16.10.
gerne nach. Einer solchen, echten Lichtgestalt des Wetteraurer Naturschutzes
einen Präsentkorb zu überreichen, gehört zu den schönsten Aufgaben für
einen Vereinsvorsitzenden!
Leider war ich an der Bundesvertreterversammlung des NABU, am 8.09. terminlich
verhindert, unsere Abordnung hat den Wetteraukreis jedoch gut vertreten.
Am 24.11. wurde im Kreishaus Friedberg der Umweltschutzpreis des Wetteraukreises
verliehen. Preisträger, auf unseren, und namentlich auf Alfred Leiss
zurückgehenden Vorschlag wurde Adam Strecker aus Ranstadt. Adam ist einer der
führenden Fledermausexperten Hessens und ich habe mich etwas weit aus dem
Fenster gelehnt, als ich Ihm bei der Gratulation versprach, dass wir mithelfen
wollen ein fledermausfreundliches Haus in jedem Wetterauer Stadt- bzw. Ortsteil
zu benennen. Hier bedarf es noch Eure erhebliche Unterstützung. Als Termin habe
ich anfang Mai benannt. Also bitte benennt massenhaft fledermausfreundliche
Häuser, und macht damit die Wetterau zum Zentrum dieser Aktion!
Für die Zukunft möchte ich keine größeren Ausblicke benennen, da wir im
Anschluss einen neuen Vorstand zu wählen haben.
Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau
März 2009
Jahresbericht des
Vorsitzenden des
NABU Wetterau für 2007
Der Mitgliederstand betrug am 1.01.2007 3.420 Personen, verteilt auf 48
Ortsgruppen. Am 31.12.2007 betrug die Mitgliederzahl noch 3.297, was ein Minus
von 123 Personen bedeutet.
Da momentan in anderen Kreisen Hessens die professionelle Mitgliederwerbung,
recht erfolgreich, läuft, die ja bei uns abgeschlossen ist, werden wir wohl den
Rang des mitgliederstärksten Kreisverband Hessens verlieren.
Natürlich sollten wir alle daran arbeiten, diesen Mitgliederverlust zu bremsen,
oder noch besser umzukehren. Das weitaus größte Potenzial liegt hierbei bei
Personen, die in Ihren Ortsgruppen als Mitglieder geführt werden, aber keine
Verbandsmitglieder des NABU sind! Warum tun wir uns so schwer, diese Personen in
unseren Verband zu integrieren? In vielen Gesprächen wird deutlich, dass als
Gründe, die gegen einen Eintritt in den NABU sprechen, immer wieder gesagt
wird, dass der Beitrag zu hoch sei und zu wenig bei den Ortsgruppen ankomme, da
Bund-, Land- & Kreisverbände zu hohen Anteile einbehielten.
Da hierbei viele Missverständnisse vorherrschen, bitte ich Sie mich einzuladen,
um gemeinsam mit Ihren Vorstandsmitgliedern, darüber zu diskutieren. So wie das
in Friedberg-Dorheim geschehen ist.
Im abgelaufenen Jahr trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die immer im
Wechsel in Assenheim oder in Wippenbach stattfanden. Es würde uns freuen, wenn
wir bei diesen Treffen öfters Besuch aus den Ortsgruppen bekämen. Sie alle
sind herzlich eingeladen, Termine entnehmen Sie bitte dem Internet oder erfragen
sie telefonisch, in der Kreis-Geschäftsstelle, bei der Umweltwerkstatt, in
Assenheim.
Im März fand in Friedberg die Landesratstagung, also die Zusammenkunft aller
Kreisvorsitzenden mit dem Landesvorstand Hessen statt. Leider ist die
durchgeführte Busexkursion sehr verspätet gestartet und war auch von ziemlich
schlechtem Wetter begleitet. Außerdem überschnitt sich diese Tagung mit der
Exkursion in die renaturierte Nidder-Aue bei Ortenberg-Effolderbach, die mit
über 100 Teilnehmern als sehr gelungen bezeichnet werden kann, was auch an der
hervorragenden Begleitung von Frau Britta Kreß, der leitenden Planerin, lag.
Vom 1. bis zum 10. Juni beteiligten wir uns dann am Hessentag in Butzbach. Dies
kann, ohne Übertreibung, als Höhepunkt der Arbeit unseres Verbandes bezeichnet
werden. Das Konzept, jeden Tag eine andere Ortsgruppe zu beteiligen kann als
echten Erfolg gewertet werden. Im Anschluss an die heutige Tagesordnung können
Sie sich nochmals an diese wirklich tollen 10 Tage erinnern, bei einer
Präsentation von Frank Uwe Pfuhl.
Im August beteiligten wir uns dann an der Bat-Night in Assenheim. Diese
Veranstaltung erreichte, im letzten Jahr über 1.000 Besucher, was als
hervorragend bezeichnet werden kann! Auch führten wir zahlreiche
Fledermaus-Wanderungen im Wetteraukreis durch, die größtenteils sehr gut
besucht waren. Für die Organisation war die Umweltwerkstatt in Assenheim
verantwortlich, die daneben noch eine Vielzahl von anderen Veranstaltungen
organisiert hat, was Sie aber dem eigenständigen Bericht entnehmen können!
Auf Landesebene fanden im letzten Jahr mehrere Projekte statt, an denen sich
auch erfreulich viele Wetterauer beteiligt haben. Bitte beteiligen Sie sich auch
in Zukunft so zahlreich an diesen Veranstaltungen, wie der Stunde der
Gartenvögel oder der Nussjagd. Hier sei nur erwähnt, dass sich hessenweit etwa
7.000 Kinder beteiligt haben, die insgesamt 90.000 Nüsse einschickten, von
denen sich 735 als echte Haselmausnüsse herausstellten. Dadurch konnten, in
Hessen, 100 Vorkommen der Haselmaus nachgewiesen werden.
Außerdem bitten wir Sie, sich mit Ihren Kirchen in Verbindung zu setzen, da
eine ähnliche Kampagne wie das fledermausfreundliche Haus in den Kirchtürmen
Hessens geplant ist. Gerade der Jahresvogel 2008, der Turmfalke, ist, neben der
Schleiereule sowie den Fledermäusen häufig dort anzutreffen, und bedarf
unseres Schutzes! Außerdem sollen natürlich auch 2008 weitere
fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet werden, wofür wir alle intensiv
Werbung machen sollten.
Eine weitere wichtige Veranstaltung ist die Beteiligungsplattform über die
Wasser-Rahmen-Richtlinie, am 17. Mai in Friedberg, wo wir unbedingt präsenz
zeigen müssen!
Gerade weil wir planen, in diesem Jahr das Thema Fledermäuse deutlich zu
reduzieren, und uns mehr dem, wieder einwandernden Biber, zuwenden wollen,
müssen wir deutlich für Verbesserungen der Wetterauer Fließgewässer
eintreten.
Wie Sie der Tagesordnung entnehmen können, planen wir hierfür einen eigenen
Beauftragten zu benennen. Es geht hierbei nicht um ein offizielles Amt, sondern
einfach einen, sachverständigen Ansprechpartner. Denn es muss klar sein, dass
dieses Säugetier, dass die Wetterau seit, über hundert Jahren gemieden hat,
für Diskussionsstoff sorgen wird.
Eine weitere, wichtige Sache ist die Benennung von NABU –Schutzgebietsbetreuern.
Diese Personen sollen die NATURA2000 Schutzgebiete, die immerhin 21 % der
Fläche Hessens umfassen, die Naturschutzgebiete, und die Eigentumsflächen des
NABU, positiv der Bevölkerung vorstellen. Keinesfalls ist an eine Art
Hilfspolizei gedacht, die Schutzgebiete hermetisch abriegeln, auch wenn es
sicherlich nötig sein wird, dass besonders uneinsichtige Zeitgenossen
gelegentlich an geltende Regeln erinnert werden müssen. Mit Udo Seum, Frank
Bernshausen und Gerd Bauschmann sind, von unserer Seite, drei Personen benannt,
die dieses Amt sicherlich kompetent ausfüllen werden. Von dieser Stelle vielen
Dank für Eure Bereitschaft! Da wir gemeinsam mit den Kollegen aus dem
Vogelsbergkreis und dem Landkreis Gießen, unter der Leitung von Dr. Achim
Zedler, arbeiten wollen, bitte ich Sie, schon jetzt, um ein positives Votum für
die einheitliche Bekleidung unserer Schutzgebietsbetreuern. Wir kommen nachher
zur Abstimmung. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, im Laufe des Jahres, den
Kreis der Schutzgebietsbetreuer deutlich zu erweitern.
Ein weiterer Höhepunkt, der Arbeit unseres Verbandes, wird das 100jährige
Jubiläum des NABU Landesverband Hessen sein. Hierfür ist eine
Wanderausstellung geplant, über die ich Ihnen auch nachher noch einiges
berichten werde. Auch hierfür bitte ich, bereits jetzt, um Ihre Zustimmung.
Schon jetzt, darf ich Sie, im Namen unseres Landesvorsitzenden Gerhard Eppler,
bitten, historische, also mindestens 30 Jahre alte Begebenheiten, sowie
besonders originelle Anekdoten aus 100 Jahren hessischer Naturschutzarbeit zu
dokumentieren, und sich mit dem Landesverband in Verbindung zu setzen.
Bevor ich nun zum Schluss meines Berichtes komme, möchte ich es keinesfalls
versäumen, mich bei allen Vereinsmitgliedern, Ortsgruppenvorständen und vor
allem bei den Mitgliedern des Kreisvorstandes, ganz herzlich für die zumeist
sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Einen ganz besonderen Dank richte ich an
die Freundinnen und Freunde der NABU Umweltwerkstatt, unter der Leitung von
Frank Uwe Pfuhl, und allen, über 100 Helferinnen und Helfern vom Hessentag!
Vielen Dank für Eure und Ihre Aufmerksamkeit!
Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau

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Jahresbericht 2007 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU
Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2007 folgendes geleistet:
- Rund 30 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 30 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Aktivitäten der Umweltwerkstatt Wetterau.
- Die Internet-Seite wurde in 2007 komplett überarbeitet und den
Gestaltungsregeln des NABU angepasst. Die Seite des Vereins
www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de).
Regelmäßig erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen
Verteiler von mittlerweile über 1.100 Adressen wurden in 2007 gut 30 Newsletter
verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare
aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für die
Bat-Night, ein DIN A3 Plakat zur Bat-Night und eine eigene Hessentagszeitung zum
"Fledermaus-Sommer 2007" in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die
Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg und als mit Abstand
größte Veranstaltung der Hessentag in Butzbach genannt.
- Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für
interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in
Sachen Natur und Umwelt erhalten oder die Infothek oder die Umweltbibliothek zur
Information nutzen. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein
Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer,
Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr
ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.
Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
- Das herausragende Projekt des Jahres war der "Fledermaus-Sommer
2007" mit über 30 lokalen Fledermausführungen, Ferienspielangeboten, eine
zehntägigen Präsenz auf dem Hessentag und einer gut besuchten Bat-Night.
Im Rahmen dieses Projektes konnten zahlreiche Spenden und Zuschüsse eingeworben
werden. So backte z.B. der Hinnerbäcker aus Laugen- und Hefeteig Fledermäuse
("Batty"), aus deren Erlös ein Teil an die Umweltwerkstatt gespendet
wurde.
Mit den Geldern von Wetteraukreis, Stiftung Hessischer Naturschutz und von der
Firma TK Solar konnte u.a. eine Fledermaus-Ausstellung mit vier Rollups, drei
Lebensraumtafeln, eine Multimediaeinrichtung, diverse Fledermausquartiermodelle
und Bastelmaterial für Kinder angeschafft werden.
- Ausbau des "Wippenbacher Hofes" zu einem NABU-Infozentrum:
Gespräche zur Finanzierung wurden geführt und Informationen zu Stiftungen
eingeholt. Erfolgreich konnte das Zentrum zur Förderung in dem Regionalen
Entwicklungskonzept für Oberhessen platziert werden. Hier ist eine Förderung
aus EU-Mitteln für 2008 vorgesehen.
- Angebotssammlung: Auf der Grundlage der in 2006 gemachten Erfahrungen wurden
für 2007 neue Angebote zusammengetragen und zusammen mit dem Jahresprogramm
veröffentlicht.
- Insbesondere auch für den "Fledermaus-Sommer 2007" war die
Umweltwerkstatt wieder mit dem Umwelt-Mobil an vielen Orten und an einer
Vielzahl von Schulen im Wetteraukreis unterwegs. Im Angebot waren vorrangig
Spiele und Informationen zu den Fledermäusen.
- Beteiligung am Vulkanradweg
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof
Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf
jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.250 bzw.
1.535 Erdkröten (2006) über die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen
müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und
Schilder kontrolliert werden.
- Unterhaltungsarbeiten an den Häusern in Assenheim und Wippenbach.
Insbesondere das Seminar- und Tagungshaus Wippenbach ist besonders
unterhaltungsintensiv, da hier neben den Unterhaltungs- auch noch
Renovierungsarbeiten anstehen und das Haus nicht regelmäßig genutzt wird.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
- Es wurden weiterhin keine neuen Zivildienstleistenden mehr eingestellt. Eine
Zivildienststelle der Umweltwerkstatt ist in das Jugendgästehaus Hubertus
abgeordnet und wird vom Wetteraukreis bezahlt. Der jeweilige Zivi ist dort u.a.
für die Betreuung von Kindergarten- und Schulgruppen zuständig und wirbt auch
für die Arbeit der Umweltwerkstatt. Diese Abordnung wurde im Sommer 2007
beendet.
- Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden,
Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für
Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt
arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger
absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet.
Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Neu hinzu gekommen ist seit Oktober 2007 Jonas Witzenberger als neuer
Auszubildender mit einer Lehrzeit von drei Jahren.
- Seit 2006 hat die Umweltwerkstatt auch Plätze für sogenannte
"Ein-Euro-Jobber". Zeitweise waren in 2007 zwei Stellen besetzt.
- Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt
werden. Diese wurde durchgängig von Robert Büger aufrecht erhalten.
- Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des
Lehrbiotops genutzt.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2007 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der
Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der
Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein
Gewinn erwirtschaftet wurde.
Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In
2007 wurden über 60 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a.
folgende Themen auf dem Programm:
- Vortrag "Von Nasen, Nemo und der Nidda"
- Führung durch die Nidder-Auen
- Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
- Vortrag "Gärtnern ohne Gift"
- Führung durch das Bingenheimer Ried
- Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
- Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
- Wanderung durch das Krebsbachtal
- Eulenexkursion in Assenheim
- Turmfalkenexkursion in Gedern
- über 30 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod,
Assenheim, Butzbach, Bad Vilbel
- Schrecken, Kletten, Bocksbart - wie Pflanzen und Tiere wandern
- zwölf Ferienspielbeiträge
- zahlreiche naturkundliche Führungen über den Glauberg
- 3. Wetterauer Bat-Night in Assenheim
- Rund um das ehemalige Freigericht Kaichen
- Auf des Kaisers Spuren
- Laternenfest in Wippenbach
- Vortrag "Der Herr der Fliegen"
- Zehn öffentliche Monatstreffen
Niddatal, 11. März 2008
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
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