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Jahresbericht 2010 der NABU Umweltwerkstatt Wetterau

Jahresbericht 2009 der NABU Umweltwerkstatt Wetterau

Jahresbericht 2009 des NABU Wetterau 

Jahresbericht 2008 der NABU Umweltwerkstatt Wetterau

Jahresbericht 2008 des NABU Wetterau 

Jahresbericht 2007 des NABU Wetterau 

Jahresbericht 2007 der NABU Umweltwerkstatt Wetterau

Jahresbericht 2010 für die 
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.

Herausragende Ereignisse des Jahres 2010 waren bei der NABU Umweltwerkstatt Wetterau die Anerkennung als UN-Weltdekadeprojekt durch die UNESCO, der Start der NABU-Naturführerausbildung und die Herausgabe einer bodenkundlichen Broschüre für Kinder.

Mitgliederstand
Die Entwicklung des Mitgliederbestandes ist stabil. Es gab 2010 fünf Neueintritte und vier Austritte. Damit entwickelte sich die Mitgliederzahl von 137 (31.12.2009) auf 138 am 31.12.2010.
Gleichzeitig konnten aber im Wesentlichen durch die Aktivitäten und Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2010 (u.a. NABU-Naturführerausbildung)für den NABU im Wetteraukreis zahlreiche neue Mitglieder geworben werden.
Um die wachsenden Aufgaben im Bereich der Umweltbildung künftig finanzieren zu können, wird der Verein eine aktive Mitgliederwerbung betreiben müssen. Dazu sollten gezielt potenzielle "Förderer" angesprochen und geworben werden.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau will vorrangig über grundlegende Zusammenhänge in Natur und Umwelt informieren und zu eigenem Handeln motivieren. In der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geht es nicht um die politische Auseinandersetzung in gesellschaftlich umstrittenen Bereichen, sondern vielmehr um Aufklärung zu wissenschaftlich erwiesenen und durch den gesetzlichen Rahmen allgemein akzeptierten Sachverhalten.

  • 42 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von Veranstaltungen wurden verfasst.
  • Über 20-mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue Presse ausführlicher über Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
  • Mehrere Hörfunk-Interviews für hr1 und hr4, Reporterbeiträge im Hessenfernsehen bei "Alle Wetter"
  • Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile über 1.350 Adressen wurden in 2010 rund 25 Newsletter verschickt.
  • Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplaren aufgelegt und verteilt. Ein Teil der Auflagen konnte über die Kisten von Querbeet in rund 1.000 Haushalte direkt verteilt werden, im Gegenzug wurde auf der Rückseite eine Anzeige abgedruckt.
  • Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für die Ferienspiele in den Sommerferien 2010 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere Auslagestellen verteilt.
  • Beim Radreisemarkt in Bornheim im März konnte auch überregional für die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau geworben werden.

Veranstaltungsprogramm
Erneut auf rund 50 Veranstaltungstage hat es das offene Programm 2010 gebracht. Publiziert über zwei Halbjahresprogramme, Internet, E-Mail-Newsletter und die Tageszeitungen im Wetteraukreis wurden Führungen, Vorträge, Kurse und Ferienspiele angeboten.
Im Angebot waren Klassiker wie die "Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück", der "Pflanzenbestimmungskurs" und die obligatorische "Fledermauswanderung" im Sommer. Ganz neu dagegen Kurse und Vorträge zum Thema Bodenkunde sowie eine Führung zu den Libellen der Wetterau.

Beispielhaft werden hier exemplarisch einige Veranstaltungen beschrieben:

NABU-Naturführerausbildung
Am 6. März 2010 startete erstmals eine NABU-Naturführerausbildung. Dieses Veranstaltungskonzept stellte sich schnell als außerordentlich erfolgreich heraus: Über 50 Leute meldeten sich zu der Kursreihe an, 25 davon konnten schließlich teilnehmen, die restlichen Interessenten mussten auf die Warteliste gesetzt werden.
In sechs Modulen wurden in dem Kurs die Grundlagen der Lebensräume, der Tier- und Pflanzenarten und der Naturschutzprojekte im Wetteraukreis vermittelt. Abgerundet wurde der Kurs mit einem Didaktik-Modul, in dem die Grundlagen des guten Auftritts und der optimalen Gestaltung von Führungen und Vorträgen vorgestellt wurden. Jeder Teilnehmer hatte abschließend eine Veranstaltungskonzeption zu präsentieren und erhielt nach erfolgreicher Präsentation ein Zertifikat als "NABU-Naturführer". Von den 25 Teilnehmern konnte 20 Teilnehmern dieses Zertifikat überreicht werden.
Bereits im November 2010 startete die nächste Kursreihe unter dem Projekttitel des neu anerkannten UN-Dekade-Projektes "ZukunftsBotschafter" mit dem Schwerpunkt "Klima & Energie".

Ferienspiele 2010
Nach den guten Erfahrungen der Vorjahre wurden erneut zwei Wochen am Stück Ferienspiele vom 2. bis zum 13. August 2010 auf dem Lehrbiotop in Assenheim angeboten. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konnten sich für täglich abgeschlossene Themen anmelden und wurden jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr betreut und gemeinsam Naturerlebnisse ermöglicht. Das Mittagessen mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft wurde gemeinsam von den Teilnehmern zubereitet. Insgesamt nahmen 65 Kinder mit einer Dauer von einem bis zu zehn Tagen teil. Alle Teilnehmer, die mindestens fünf Tage dabei waren, bekamen anschließend den begehrten "Natur-Ranger-Ausweis".

Empfang zur Auszeichnung durch die UNESCO
Am 20. August hatte die Umweltwerkstatt zu einem Empfang eingeladen. Geladen waren die Bürgermeister im Wetteraukreis, die Bildungseinrichtungen im Kreis, die Mitglieder und die interessierte Öffentlichkeit. Grund für den Empfang war die Auszeichnung als UN-Weltdekade-Projekt. Damit ist das Projekt "ZukunftsBotschafter" der Umweltwerkstatt das einzige Bildungsprojekt im Wetteraukreis, dass mit dieser hohen Auszeichnung gewürdigt wurde. An dem Empfang nahmen rund 40 Personen teil, nach einer kurzen Projektpräsentation und Grußworten klang die Veranstaltung bei Sekt und Selters aus.

Kunst am Fluss
Im Wechsel mit der Bat-Night findet alle zwei Jahre in Assenheim die Großveranstaltung "Kunst am Fluss" statt, bei der sich die Umweltwerkstatt organisatorisch und mit einem eigenen Stand beteiligt. Am 14. August gab es Mitmachangebote zum Thema LandArt: Kleine Kunstwerke aus Naturmaterialien konnten erstellt werden und an einer Station konnten Besucher mit wenig Zeit auch im Vorbeigehen "LandArt to go" betreiben. Dazu gab es Kaffee aus dem Solar-Café.

Herbstfest auf dem Lehrbiotop
Eine Neuheit im Programm der Umweltwerkstatt war das Herbstfest am 3.10. auf dem Lehrbiotop: Bei frühherbstlichem Wetter konnte gemütlich unter den alten Apfelbäumen Kaffee getrunken und Gemüsesuppe gegessen werden. Nebenan pressten die Besucher mit einer kleinen Handkelter frischen Apfelmost. Schlafquartiere für Igel und Nisthilfen für Wildbienen konnten selbst gebaut werden und am Lagerfeuer wurde Stockbrot gebacken.

Sonstiges
Ebenfalls zu den "öffentlichen" Veranstaltungen können die zehn Monatstreffen gezählt werden. Dies sind die Vorstandssitzungen der Umweltwerkstatt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, um in die Arbeit des Vereins herein zu schnuppern, oder Anliegen vorzubringen.

Abrufveranstaltungen
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2010 knapp 100 Abrufveranstaltungen gebucht.

Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk Wetterau
Die Umweltwerkstatt ist seit Jahren Partner des Jugendbildungswerkes des Wetteraukreises. Gemeinsam werden seit 1989 eine Kanutour für Jugendliche auf der Lahn und seit einigen Jahren zusätzlich eine Freizeit an der Mecklenburger Seenplatte angeboten.
Aufgabe der Umweltwerkstatt ist die fachliche Beratung und organisatorische Unterstützung in Vorbereitung und Abwicklung dieser beiden Freizeiten.

Projekte
Als "Roter Faden" durch die laufende Arbeit Umweltwerkstatt ziehen sich immer wieder auch Projekte. Hier die wichtigsten Projekte, die 2010 begonnen wurden:

ZukunftsBotschafter
Als Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wurde das Projekt "ZukunftsBotschafter" (siehe auch im Internet unter www.zukunftsbotschafter.de) entwickelt. Der Projekttitel leitet sich von der ideellen Botschaftertätigkeit der Teilnehmer an Veranstaltungen der Umweltwerkstatt ab. Eigentlich ist jeder ein "ZukunftsBotschafter", der Themen des Natur- und Umweltschutzes am Arbeitsplatz oder in der Schule, im Verein oder in der Familie einbringt.
Im Rahmen des Projektes sollen komplexe globale Nachhaltigkeitsprobleme aufgegriffen und in der eigenen Region erlebbar gemacht werden. Dazu wurden vier Themenkomplexe zusammengefasst: "Biodiversität & Freizeit", "Klima & Energie", "Wasser & Fließgewässer" sowie "Landwirtschaft & Ernährung".
Angeboten werden die Themen zunächst als Kursreihe im Rahmen der Erwachsenenbildung, angedacht sind aber auch spezielle Programme für Schulen.

Broschüre "Ein Blick nach unten"
Eine bundesweite "Marktlücke" schließt die Ende 2010 bei der Umweltwerkstatt entstandene bodenkundliche Broschüre für Kinder. Ausgestattet mit Fördermitteln des Hessischen Umweltministeriums und von einem Anzeigenkunden konnte eine ansprechende Broschüre für Kinder erstellt werden, in der die Bodenkunde umfassend behandelt wird. Auf 28 Seiten DIN A4 führt die sympathische Springschwänzin "Nele" durch das Leben im Boden, durch die Entwicklung von Böden und hin zu eigenen Experimenten und Untersuchungen. Die Broschüre wurde mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und ist mittlerweile bundesweit gefragt.

EU-Jugendprojekt "Hör doch mal her"
Die Erstellung von Audioführern mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stand im Mittelpunkt des Projektes "Hör doch mal her". Dazu konnte bei der EU ein Fördermittelantrag im Rahmen des Förderprojektes "Jugend in Aktion" gestellt werden. Dafür wurden 5.500 € bewilligt. Mit diesen Mitteln konnten die technische Gerätschaft ausgeliehen und entsprechende Kursleiter bezahlt werden. Außerdem konnten hierüber u.a. die Produktionskosten der CD "100 Stimmen für die Wetterau" finanziert werden.

Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:

  • Aufstellen von zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen zahlreiche Erdkröten über die Straße getragen worden.
  • Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst wurde ein Pflegeeinsatz auch als öffentliche Veranstaltung ausgeschrieben, bei der den Teilnehmern Wissen über den richtigen Obstbaumschnitt oder die Anlage eines Igelquartiers vermittelt werden sollten.

Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
" Seit Ende 2008 ist André Dieckhoff Auszubildender und sorgt für eine regelmäßige Präsenz im Haus und am Telefon.
" Im August und September 2010 leistete Analena Severon ein Praktikum im Rahmen ihres Studiums und unterstütze auch bei den Ferienspielen
" Im November 2010 hat Simon Epp ein sechsmonatiges Praktikum begonnen.
" Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des Lehrbiotops genutzt.

Niddatal, 5. April 2011

Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender

 

Jahresbericht 2009 für die 
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.

Das Vereinsjahr 2009 ist geprägt durch die Großveranstaltung "Bat-Night", das 20jährige Jubiläum und den Wiedereinzug in das frisch renovierte Alte Rathaus von Assenheim.
Mit der Anerkennung als Träger der hessischen Lehrerfortbildung und einem Antrag zum "UN-Dekadeprojekt" wurden neue Qualitätsstandards aufgegriffen.
Das Bild der Umweltwerkstatt nach außen wird nun klar und eindeutig auf den Aufgabenbereich "Umweltbildung" und "Öffentlichkeitsarbeit" reduziert, was deutlich zur Profilbildung beigetragen hat. Damit verbunden wird ausschließlich in drei Grundmustern: "Offene Veranstaltung", "Abrufangebot" und "(Bildungs-)Projekt" gearbeitet. Dennoch bieten sich viele Ansatzpunkte für ein praktisches Engagement, etwa in der Entwicklung des Lehrbiotops oder beim Aufbau der Krötenzäune.
Eine konsequente Entscheidung hat der Vorstand bezüglich der Standortwahl herbeigeführt und den schrittweisen Rückzug aus Wippenbach beschlossen. Gleichzeitig soll ein neuer Standort in Niddatal oder im direkten Umfeld (z.B. Friedberg) gefunden werden.

Mitgliederstand
Die Entwicklung des Mitgliederbestandes ist weiterhin abnehmend. Es gab 2009 einen Neueintritt und vier Austritte. Damit entwickelte sich die Mitgliederzahl von 141 (31.12.2008) auf 137 am 31.12.2009.
Gleichzeitig konnten aber im Wesentlichen durch die Aktivitäten und Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2009 für den NABU im Wetteraukreis 124 neue Mitglieder geworben werden.
Grundsätzlich muss die Kommunikation der beiden Mitgliedschaften neu diskutiert werden. Bislang gilt: Neue Leute erst für eine Mitgliedschaft im NABU werben. Wer darüber hinaus noch die Umweltbildungsarbeit im Wetteraukreis fördern möchte, kann zusätzlich Mitglied bei der Umweltwerkstatt werden.
Um aber die wachsenden Aufgaben im Bereich der Umweltbildung künftig noch finanzieren zu können, wird der Verein um eine aktive Mitgliederwerbung nicht herum kommen. Dazu sollten gezielt potenzielle "Förderer" angesprochen und geworben werden.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau will vorrangig über grundlegende Zusammenhänge in Natur und Umwelt informieren und zu eigenem Handeln motivieren. In der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geht es nicht um die politische Auseinandersetzung in gesellschaftlich umstrittenen Bereichen, sondern vielmehr um Aufklärung zu wissenschaftlich erwiesenen und durch den gesetzlichen Rahmen allgemein akzeptierten Sachverhalten.

  • 27 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von Veranstaltungen wurden verfasst.
  • Über 20-mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue Presse ausführlicher über Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
  • Ausführliche Berichterstattung zur Bat-Night und zur Umweltwerkstatt in der Beilage der Wetterauer Zeitung "Streifzug"
  • Mehrere Hörfunk-Interviews für hr1 und hr4, Reporterbeiträge im Hessenfernsehen bei "Alle Wetter"
  • Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile über 1.250 Adressen wurden in 2009 rund 25 Newsletter verschickt.
  • Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplaren aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus konnten 5.000 Einladungskarten für die Jubiläumsfeierlichkeiten an Haushalte verteilt und öffentlich ausgelegt werden.
  • Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für die Ferienspiele in den Sommerferien 2009 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere Auslagestellen verteilt.
  • Auf mehreren Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau dargestellt werden. Beispielhaft seien hier der Radreisemarkt in Bornheim, die Gartenausstellung in Laubach und das "Wickstädter Kunstfest" genannt.

Veranstaltungen
Auf rund 50 Veranstaltungstage hat es das offene Programm 2009 gebracht. Publiziert über zwei Halbjahresprogramme, Internet, E-Mail-Newsletter und die Tageszeitungen im Wetteraukreis wurden Führungen, Vorträge, Kurse und Ferienspiele angeboten.
Dabei stand Altbewährtes wie Fackelwanderung und Vogelstimmenwanderung mit Wiesen-Frühstück erfolgreich neben neuen Formaten, wie beispielsweise die beiden "Wahr-Falsch-Wanderungen". Bei diesen wurden auf einem Rundgang ortsspezifisch verschiedene Geschichten aufgetischt, bei denen die Teilnehmer entscheiden mussten, ob es sich um Lügengeschichten oder um die Wahrheit handelt.

Als herausragend zu nennen sind die Ferienspiele, die Bat-Night und die Jubiläumsfeierlichkeiten:

Ferienspiele 2009
Nach den guten Erfahrungen von 2008 wurden erneut zwei Wochen am Stück Ferienspiele auf dem Lehrbiotop in Assenheim angeboten. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren konnten sich für täglich abgeschlossene Themen anmelden und wurden jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr betreut und gemeinsam Naturerlebnisse ermöglicht. Das Mittagessen mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft wurde gemeinsam von den Teilnehmern zubereitet. Insgesamt nahmen 65 Kinder mit einer Dauer von einem bis zu zehn Tagen teil. Alle Teilnehmer, die mindestens fünf Tage dabei waren, bekamen anschließend den begehrten "Natur-Ranger-Ausweis".

Bat-Night
Am 22. August fand die vierte Wetterauer Bat-Night in Assenheim statt. Eine Großveranstaltung zu der 2009 rund 750 Leute gefunden haben (zum Vergleich: 2007 waren es rund 1.000). Aus logistischen Gründen wurde von dem beengten Raum in der Spitze der Wettermündung auf die andere Uferseite umgezogen. Dort konnten die zehn Spiel- und Erlebnisstationen sowie Ausstellungen, Info- und Essensstände und das große NABU-Zelt auf der Fläche des Festplatzes und des direkt angrenzenden Spielplatzes aufgebaut werden.

Empfang zum Jubiläum
Auf den letzten Drücker fertig gestellt, konnte das Alte Rathaus Anfang November als altes/neues Domizil wieder bezogen werden. Am 15. November fand dort dann ein Empfang zum 20jährigen Bestehen des Vereins in diesem Gebäude statt.
In den Räumen wurden die neue Rollup-Ausstellung zur Arbeit der Umweltwerkstatt sowie zahlreiches Bildmaterial und Zeitungsausschnitte aus 20 Jahren präsentiert. Für Kinder wurden einfache Bastelarbeiten angeboten, es gab Kurzvorträge und Ausblicke in die künftige Arbeit der Umweltwerkstatt.

Sonstiges
Ebenfalls zu den "öffentlichen" Veranstaltungen können die zehn Monatstreffen gezählt werden. Dies sind die Vorstandssitzungen der Umweltwerkstatt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, um in die Arbeit des Vereins herein zu schnuppern, oder Anliegen vorzubringen.

Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2009 rund 100 Abrufveranstaltungen gebucht.
Zur Entwicklung und Gestaltung dieser Abrufangebote wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich 2009 vorrangig der Festlegung der Themenkomplexe und der Programmgestaltung für die Ferienspiele widmete. Außerdem hat sich diese AG darum bemüht, weitere Leute für die Durchführung der Abrufangebote einzubinden. So konnten fünf weitere Personen als Referenten gefunden werden. Aus dieser Motivation heraus wurde auch der Ausbildungsgang zum "NABU-Naturführer" konzipiert, der am 6. März 2010 startete und sich einer ausgesprochen hohen Nachfrage erfreut.

Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk Wetterau
Die Umweltwerkstatt ist seit Jahren Partner des Jugendbildungswerkes des Wetteraukreises. Gemeinsam werden seit 1989 eine Kanutour für Jugendliche auf der Lahn und seit einigen Jahren zusätzlich eine Freizeit an der Mecklenburger Seenplatte angeboten.
Aufgabe der Umweltwerkstatt ist die fachliche Beratung und organisatorische Unterstützung in Vorbereitung und Abwicklung dieser beiden Freizeiten.

Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:

  • Aufstellen von zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen zahlreiche Erdkröten über die Straße getragen worden.
  • Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst wurde ein Pflegeeinsatz auch als öffentliche Veranstaltung ausgeschrieben, bei der den Teilnehmern Wissen über den richtigen Obstbaumschnitt oder die Anlage eines Igelquartiert vermittelt werden sollten.
  • Besonders fleißig waren im Mai die Pfadfinder aus Nidderau, die im Rahmen der von der katholischen Kirche ausgeschriebenen "72-Stunden-Aktion" mit rund 30 Kindern und Jugendlichen kräftig auf dem Lehrbiotop aufgeräumt haben, sowie einen Barfußpfad, ein Baumxylophon und Wildbienenhotels errichtet haben. Auch der Bauwagen erhielt einen freundlichen Neuanstrich mit Naturmotiven.

Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:

  • Seit Ende 2008 ist André Dieckhoff Auszubildender und sorgt für eine regelmäßige Präsenz im Haus und am Telefon.
  • Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des Lehrbiotops genutzt.
  • Im Herbst 2009 wurde der Umzug aus den "Exil"-Räumen in der Bahnhofstraße zurück ins Alte Rathaus vorbereitet. Da im Rathaus aber nur noch ein Raum zur Verfügung steht, verbleiben zunächst große Teile, wie Werkstatt, Druckerei und Lager in der Bahnhofstraße.

Niddatal, 9. März 2010

Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender

 

Jahresbericht des Vorsitzenden des 
NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2009

Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2009, 3.084 Personen, am 31.12.2009, 2.890 Personen, was einen Verlust von 194 Personen bedeutet. Damit hat sich unser Mitgliederschwund zwar etwas verlangsamt, was aber keinesfalls gut ist. Aus den ausgelegten Statistiken geht hervor, dass überwiegend Menschen ausgetreten sind, die durch die professionelle Mitgliederwerbung gewonnen worden waren. Dies zeigt um so deutlicher, wie wichtig es ist, selbst auf Menschen zuzugehen, und unseren Verband zu bewerben. Am erfolgreichsten geschieht dies durch die NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
Im Geschäftsjahr 2009 trafen wir uns zu 10 Vorstandssitzungen, acht davon in Wippenbach, einen Standort, den wir momentan nicht mehr weiterführen, und die letzten beiden Sitzungen waren in Altenstadt, wo wir, im dortigen Vereinsheim sehr freundlich aufgenommen wurden.
Da wir auch in diesem Jahr den Veranstaltungsort unserer Vorstandssitzungen nicht nur auf das Alte Rathaus in Assenheim beschränken wollen, erlaube ich mir Euch darum zu bitten uns gelegentlich, vor allem im Ostkreis der Wetterau, einzuladen. Natürlich sind unsere Vorstandssitzungen öffentlich. Ihr seid uns alle immer herzlich willkommen!
Am 15.02. bzw. 7.03. beschäftigten wir uns mit dem Aufbau eines Amphibienschutzzauns bei Dauernheim. Hierfür seih einmal vielen Dank gesagt, an unseren Amphibienbeauftragten Hans-Georg Dittgen, dem in diesem Zusammenhang immer wieder große Verdienste zukommen. Außerdem bedanke ich mich bei den Naturfreunden Ober-Mockstadt, die den Zaun in diesem Jahr aufgebaut haben und auch täglich betreuen!
Am 21. & 22.03. besuchte ich die Landesratstagung aller hessischen Kreisvorstände mit dem Landesverband in der Jugendburg Hessenstein, am Edersee. Wenn Ihr ein Ausflugsziel für den Sommer sucht, kann ich Euch wärmstens empfehlen, dort Quartier zu beziehen, und dann einmal den einzigen, hessischen Nationalpark Kellerwald/Edersee zu besuchen. Gerne bin ich bei der Organisation behilflich!
Am 28.03. nahm ich an einer Waldbegehung in Ortenberg-Gelnhaar teil. Hier wurde deutlich, dass unsere Resolution, aus dem letzten Jahr, Früchte zeigt. Der Umgang mit Herrn Reismann, vom Forstamt Nidda ist ausgesprochen freundschaftlich und fruchtbar. Dies heißt jedoch nicht, dass, aus unserer Sicht, die Waldbewirtschaftung in Hessen völlig problemlos läuft. Dass allerdings auch der Staatsbetrieb Hessen-Forst über eine FSC-Zertifizierung der hessischen Staatswälder nachdenkt, ist sehr zu begrüßen, und bleibt unsere zentrale Forderung. Hier ist vor allem unser Landesverband gefragt, der in intensiven, und harten Verhandlungen mit der neuen hessischen Umweltministerin, Frau Lautenschläger, steht. Positiv konnte hierbei schon das Verbot der großflächigen Maikäfervergiftungen erreicht werden, welches bereits beschlossen war!
Am 20.04. wurde ich zur Jahreshauptversammlung des NABU Florstadt eingeladen, der wegen Personalmangels seine Auflösung beschließen musste.
Da wir als Kreisverband auch Mitglied des Vereins Oberhessen sind, besuchte ich, am 14.05. auch dessen Jahreshauptversammlung in Hirzenhain-Glashütten.
Ein sehr gelungenes Beispiel positiver Öffentlichkeitsarbeit bot am 4.07. die Schwickartshäusener Fledermausnacht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Nidda Schwickartshausen. Die Arbeit mit Wolfgang Eckhard, Karl Kugelschafter und Adam Strecker, sowie die ausgesprochen positive Imagewerbung durch den NABU Ober-Lais, gehören zu den angenehmsten Pflichten für mich als Kreisvorsitzenden. Dem Vorwurf der Konkurrenz zur Bat-Night der NABU Umweltwerkstatt muss ich energisch entgegentreten! Das Thema Fledermausschutz ist so positiv besetzt, dass zwei, so unterschiedliche Veranstaltungen, durchaus parallel laufen können. Dies wird allein schon dadurch deutlich, dass man überall immer wieder gute Bekannte trifft. Auf meine Anfrage, über eine Zusammenarbeit nachzudenken, habe ich darüber hinaus, nur positive Meinungen gehört.
Der neu geschaffene Umwelt- & Innovationspreis der OVAG wurde am 8.07. verliehen. Preisträger waren, neben der Firma Wisy, Regenwassertechnik, die Arbeitsgemeinschaft Wiesenvogelschutz Wetterau. Menschen also, die nicht nur eng mit uns zusammenarbeiten, sondern auch größtenteils unserem Verband angehören.
Am 21.08. transportierten wir unser Zelt nach Ober-Lais, wo es an dem dortigen Zeltlager, das Zentrum einer Veranstaltung bildete, die jeder Vereinsvorstand einmal besuchen sollte. Von den Freunden vom NABU Ober-Lais können wir alle etwas lernen! In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass unser Zelt Euch allen zur Verfügung steht! Schließlich haben wir es aus Euren Spenden & Mitgliedbeiträgen bezahlt!
Die schon erwähnte Bat-Night in Assenheim bildete den Höhepunkt der Arbeit der NABU Umweltwerkstatt, am 22.08., über die wir in dem externen Bericht noch etwas hören werden.
Die Bürgerinitiative Skiwiese-Bad-Nauheim hatte mich am 5.09. eingeladen, wo eine tolle Veranstaltung stattfand, bei der Waldbewirtschaftung mit Kaltblutpferden gezeigt wurde. Auch hier führte ich sehr konstruktive Gespräche mit Herrn Reismann vom Forstamt Nidda.
Einen Informationsbesuch bei der Vogel-Auffangstation von Herrn Dr. Stoebe, in Schotten Betzenrod, zusammen mit meinem Stellvertreter Hans-Georg Dittgen, machten wir am 25.09. Wir haben, nach intensiver Diskussion, auch mit den Kollegen vom NABU Vogelsberg, eine finanzielle Unterstützung abgelehnt. Da Herr Stoebe mich nochmals angefragt hat, und mir auch einen umfangreichen Tätigkeitsbericht zugeleitet hat, möchte ich nochmals darüber diskutieren. Die Unterlagen habe ich, zur Prüfung an Udo Seum weitergegeben. Gerade weil der Beschluss nicht einstimmig ist, werden wir uns, im Vorstand, nochmals damit beschäftigen.
Am 4.10. fand die Landesvertreterversammlung vom NABU Hessen statt, die wir traditionell besucht haben.
Nach einigen Terminschwierigkeiten waren wir am 8.10. bei der OVAG in Friedberg eingeladen. Dort diskutierten wir energiepolitische Themen. Während es bei der Windenergie momentan sehr ruhig ist, was ich ganz persönlich bedauere, gibt es bei der Biomassenutzung, gerade auch bei den Plänen in Wölfersheim, erheblichen Diskussionsbedarf. Auch wenn Herr Marloff, Kreislandwirt, das etwas anders sieht, haben wir große Probleme mit der massiven Ausweitung des Maisanbaus.
Die, schon erwähnte NABU Gruppe Florstadt, beschloss am 13.10. die Fussion mit dem NABU Niddatal. Trotz fast 100 Mitgliedern, ist es nicht gelungen, einen geschäftsführenden Vorstand zu wählen. Diese Entwicklung zeigt, dass auch sehr gute Arbeit, oft nur von wenigen Aktiven getragen wird. Bei Krankheit, oder Wohnortwechsel, kommt es da schnell zu großen Problemen. So wage ich gar nicht daran zu denken, wenn Udo Seum, Frank-Uwe Pfuhl, Rudi Nein, Günter Trageser ähnliches planten. Ausdrücklich betone ich, dass diese Liste keinesfalls vollständig ist! Aber bitte denkt daran, rechtzeitig mehrere Menschen in die Vorstandsarbeit einzubinden!
Nach zweijähriger Renovierung durfte die NABU Umweltwerkstatt Wetterau am 15.11. wieder ins Alte Rathaus Assenheim einziehen. Damit haben wir wieder unseren gewohnten Ansprechpartner, was auch mit dem 20jährigen Jubiläum gefeiert wurde. Leider konnte ich nur kurz dabei sein, da ich noch einer Preisverleihung in Bad Vilbel einen Besuch abstattete.
Die wohlverdiente Krönung seiner unermüdlichen Arbeit erhielt Kollege Günter Trageser am 16.11., mit der Verleihung des Wetterauer Umweltschutzpreis, in Friedberg. Außerdem wurde der Angelverein Nidda ausgezeichnet. Damit wurden schon zum wiederholten mal Kandidaten bedacht, die von uns vorgeschlagen wurden. Da ich, in diesem Jahr eine Bewerbung zurückgezogen habe, bitte ich dringend um Vorschläge aus Euren Reihen. Wie Alfred Leiß schon mehrfach betont hat, ist diese öffentliche Anerkennung unserer Arbeit perfekte Öffentlichkeitsarbeit, und für die Preisträger der angemessene Dank!
Die Gründung der Naturfreunde Ober-Mockstadt, die ich am 9.12. besuchte, verlief aus unserer Sicht unschön, was aber an einem Fehler des Landesverbandes lag, über den wir am vergangenen Montag intensiv gesprochen hatten. Es macht aber schon ungeheuer Mut, zu sehen, dass über 100 Menschen kommen, wenn die Gründung einer Naturschutzorganisation geplant ist! Von dieser Seite appelliere ich an die Naturfreunde jede Form der Zusammenarbeit zu suchen. Unsere Tür steht Euch offen!
Zum Jahresabschluss wurde ich noch, am 28.12. nach Büdingen eingeladen, wo es zu Unstimmigkeiten zwischen einem Bürger und dem Forstamt gekommen war. Es ist schon schön zu sehen, mit welchem Respekt wir als NABU von offizieller Seite her gesehen werden.
An dieser Stelle möchte ich meinen Bericht beschließen, da ich, vor allem zu Punkt 4 der Tagesordnung, noch eine umfangreiche Diskussion erwarte.
Ich tu dies allerdings nicht, ohne mich ausdrücklich bei allen Vorstandskollege vom Kreisverband, und, mindestens genauso wichtig, bei allen Vorständen der Gruppen zu bedanken. Nicht immer war unsere Meinung exakt gleich, aber ich denke schon, dass sich, auch bei schwierigen Fragen, die ohne Zweifel anliegen, immer Kompromisse finden lassen. Letztendlich ziehen wir alle am selben Strang, wenn auch manchmal aus etwas unterschiedlicher Richtung!

Jürgen Faust
Vorsitzender
NABU Wetterau

 

Jahresbericht 2008 für die 
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.

Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2008 folgendes geleistet:
> Rund 20 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von Veranstaltungen wurden verfasst.
> Über 20 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue Presse ausführlicher über Aktivitäten der NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
> Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile über 1.100 Adressen wurden in 2008 gut 30 Newsletter verschickt.
> Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für den wieder in der Wetterau heimischen Biber gedruckt und verteilt.
> Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für den Ferienspiele in den Sommerferien 2008 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere Auslagestellen verteilt.
> Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg, der Bioenergietag am "Rauhen Berg" und die "Sonnenwendfeier" in Ilbenstadt genannt.
> Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in Sachen Natur und Umwelt erhalten. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer, Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.

Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
· Das größte von der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2008 begleitete Projekt war die Aktion "Sonne, Mond und Sterne" der Stadt Niddatal. Federführend hat die Umweltwerkstatt mehrere Veranstaltungsbeiträge und Aktionen zum Thema durchgeführt.
Finanziert aus Spenden, Fördermitteln und einem Eigenanteil konnte das Umwelt-Mobil zu einem kreisweit einmaligen "Solar-Café" ausgebaut werden. Eine Investition, von der der Verein noch einige Jahre profitieren wird. Zur Ausstattung gehören neben einer Solaranlage auf dem Dach auch die entsprechende Beschilderung, ein Kaffeevollautomat, ein Solarbackofen und ein Solarkocher. Alle Utensilien sind mobil einsatzfähig und können auch ausgeliehen werden. Mit dem Solar-Café besteht ein Anschauungsobjekt und niederschwelliges Bildungsangebot, das die Anwendung erneuerbarer Energien in Alltagssituationen präsentiert.
· Projektcharakter hatten auch die zweiwöchigen Ferienspiele auf dem Lehrbiotop, die als Ganztagesangebot mit einem mit der Gruppe selbst gefertigten vollwertigen Mittagessen gestaltet waren. Täglich wurde ein abgeschlossenes, hochwertiges Programm gestaltet. Eine umfangreiche Bilddokumentation findet sich auf der Internetseite der Umweltwerkstatt.
Dieses Projekt wurde finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unterstützt.

Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
> Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.043 bzw. 1.271 Erdkröten (2008) über die Straße getragen worden.
> Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst konnten fünf neue hochstämmige Obstbäume gepflanzt werden.
> Viel Zeit nahm auch die Sortierung und Inventarisierung in den "Exil"-Büroräumen in der Bahnhofstraße ein. Was vorher auf rund 200m² im alten Rathaus Platz fand, musste beim Auszug auf Räume in Wippenbach und im Ausweichquartier (mit nur 40m² Fläche) untergebracht werden. Dabei mussten zahlreiche Dinge aussortiert werden, um Platz zu schaffen, andere waren neu zu sortieren.

Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
> Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden, Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet. Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Im Anschluss wurde mit André Dieckhoff ein neuer Auszubildender eingestellt.
> In der Zeit vom 1.3.2008 bis zum 28.02.2009 wurde Robert Büger mit einem Mini-Job als sog. "400-€-Kraft" beschäftigt.
> Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt werden.
> Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des Lehrbiotops genutzt.

Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2008 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der Veranstaltung.
Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein Gewinn
erwirtschaftet wurde.

Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In 2008 wurden über 50 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a. folgende Themen auf dem Programm:
> Vortrag Biber als Landschaftsgestalter
> Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
> Führung durch das Bingenheimer Ried
> Frühlingswald hoch Vier
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Bauernsenf und Gundermann
> Von Kohle und Flözen, Wasser und Streit
> Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
> Wanderung durch das Krebsbachtal
> Eulenexkursion in Assenheim
> Wasser, Wasser, Wasser
> Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
> Lebensraum Siedlung
> rund 15 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod, Assenheim, Rosbach, Karben
> zehn Ferienspieltage
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Sternenhimmel im August
> Einweihung der größten Solaranlage Niddatals
> Sternwarte
> Die Niddataler Sonnenwendfeier
> Archäologische Radtour durch Niddatal
> Früchte und Kräuter für die Küche
> Lebensraum Bach und Fluss
> Was hat die Wingerte mit den Sonnenflecken zu tun?
> Tour der Genießer
> Lebensraum Streuobstwiese
> Herbstwald hoch Vier
> Besuch bei Familie Biber
> Grünhaus - Tagebau wird Naturparadies
> Geologie von Wetterau und Vogelsberg
> Zehn öffentliche Monatstreffen

Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2008 rund 100 Abrufveranstaltungen gebucht.

Niddatal, 24. März 2009


Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender


Jahresbericht des Vorsitzenden des 
NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2008

Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2008, 3.297 Personen, am 31.12.2008, 3.084, was einen Verlust von 213 Mitgliedern bedeutet. Wir liegen damit noch im oberen Bereich der hessischen Kreisverbände und umfassen noch knapp über 1 % der Bevölkerung unseres Kreises. Von diesen Mitgliedern sind 1.705 Personen durch die professionelle Mitgliederwerbung des Landesverbandes geworben worden. Dies macht deutlich, dass die Stornierungen der Mitgliedschaft zwar überwiegend diese, meist rein fördernden Mitglieder betrifft, aber durchaus auch ein Verlust von klassisch geworbenen Stammmitgliedern stattfindet. Hier sind wir alle gefordert wirksam gegenzusteuern.
Im Geschäftsjahr 2008 trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die seit dem Sommer nur noch in Wippenbach stattfanden. Ich möchte erneut betonen, dass diese Sitzungen immer öffentlich sind, und wir würden uns freuen Vertreter aus den Gruppen begrüßen zu können. Die Termine können Sie gerne dem Internet entnehmen, in der Regel ist es immer der dritte Donnerstag eines jeden Monats, mit Ausnahme einer Sommerpause im Juli und einer Adventspause im Dezember. Wir beginnen immer um 20.°° Uhr, ich darf Sie alle herzlich einladen!
Am 4.03. fand ein Vortrag zum Thema Biber, von unserem stellvertretenden Landesgeschäftsführer Mark Harthun in Ilbenstadt, bei der uns sehr gewogenen Firma TK-Solar statt. Diesen Tag möchte ich als Startpunkt unserer Sympathiekampagne für dieses faszinierende Nagetier bezeichnen.
Am 15. & 16.03. besuchte ich die alljährliches Landesratsversammlung aller hessischen Kreisvorsitzenden, mit dem Landesvorstand in Groß-Umstadt.
Am 27.03. fand in Nidda unsere Jahreshauptversammlung statt.
Am 17. Mai beteiligten wir uns an einem Tag der Ideen in den Werkstätten für Betreute Menschen in Ortenberg –Gelnhaar, mit dem Umweltmobil. Leider war hier sowohl die Zahl der Gäste etwas enttäuschend, und auch hätte ich mir gewünscht hier mehr NABU Kollegen begrüßen zu können.
Am nächsten Tag half ich einem Kollegen aus dem nordhessischen Homberg, die sich unser Zelt, für den Hessentag ausgeliehen hatten. Hierzu möchte ich sagen, dass es etwas enttäuschend ist, dass unser Zelt nur am Hessentag und bei dem beeindruckenden Jugendzeltlager in Nidda Ober-Lais gebucht war. Macht bitte mehr Gebrauch davon, genau wie das Umweltmobil auch mehr in die Öffentlichkeit gehört! Bisher liegt nur eine Vorbestellung aus Ober-Lais vor; ich hoffe und gehe davon aus, daß der, heute neu zu wählende Vorstand, das ähnlich sieht!
Am 30. Mai waren wir von Alfred Leiss nach Wiesbaden eingeladen, wo ihm, im Rahmen einer Feierstunde, das wohlverdiente Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.
Nach einer kurzen Sommerpause besuchten wir, am 5.08. eine Veranstaltung in Nidda, wo uns ein LIFE-Naturschutzprojekt der hessischen Landesregierung vorgestellt wurde, an dem wir uns zwar nicht direkt beteiligen, das aber unsere Unterstützung verdient, so es denn zustande kommt. Näheres entnehmen Sie bitte den ausgelegten Flyern.
Die Landesvertreterversammlung, am 23.08. war wohl einer der Höhepunkte im NABU Jahr, nicht nur wegen der Feierstunde 100 Jahre NABU Hessen.
Eine echte Besonderheit durften wir am 5.09. gestalten, wo sich aus der erlöschenden Naturschutzgruppe Büdingen eine neue NABU Gruppe gründete. Eine Veranstaltung, die Mut macht, wenn es auch einige Startschwierigkeiten gab. Bei dieser Gelegenheit geht mein ganz besonders herzlicher Gruß an die neue Vorsitzende Frau Gudrun Lindenberger.
Am 21.09. waren wir dann erneut zu Gast bei TK-Solar, wo wir mit dem Umweltmobil und dem Solarkocher, sowie dem Solarbackofen mächtig Eindruck schinden konnten.
Der Einladung zur Diamantenen Hochzeit von Karl Winter kamen wir, am 16.10. gerne nach. Einer solchen, echten Lichtgestalt des Wetteraurer Naturschutzes einen Präsentkorb zu überreichen, gehört zu den schönsten Aufgaben für einen Vereinsvorsitzenden!
Leider war ich an der Bundesvertreterversammlung des NABU, am 8.09. terminlich verhindert, unsere Abordnung hat den Wetteraukreis jedoch gut vertreten.
Am 24.11. wurde im Kreishaus Friedberg der Umweltschutzpreis des Wetteraukreises verliehen. Preisträger, auf unseren, und namentlich auf Alfred Leiss zurückgehenden Vorschlag wurde Adam Strecker aus Ranstadt. Adam ist einer der führenden Fledermausexperten Hessens und ich habe mich etwas weit aus dem Fenster gelehnt, als ich Ihm bei der Gratulation versprach, dass wir mithelfen wollen ein fledermausfreundliches Haus in jedem Wetterauer Stadt- bzw. Ortsteil zu benennen. Hier bedarf es noch Eure erhebliche Unterstützung. Als Termin habe ich anfang Mai benannt. Also bitte benennt massenhaft fledermausfreundliche Häuser, und macht damit die Wetterau zum Zentrum dieser Aktion!
Für die Zukunft möchte ich keine größeren Ausblicke benennen, da wir im Anschluss einen neuen Vorstand zu wählen haben.

Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau
März 2009


Jahresbericht des Vorsitzenden des 
NABU Wetterau für 2007

Der Mitgliederstand betrug am 1.01.2007 3.420 Personen, verteilt auf 48 Ortsgruppen. Am 31.12.2007 betrug die Mitgliederzahl noch 3.297, was ein Minus von 123 Personen bedeutet.
Da momentan in anderen Kreisen Hessens die professionelle Mitgliederwerbung, recht erfolgreich, läuft, die ja bei uns abgeschlossen ist, werden wir wohl den Rang des mitgliederstärksten Kreisverband Hessens verlieren.
Natürlich sollten wir alle daran arbeiten, diesen Mitgliederverlust zu bremsen, oder noch besser umzukehren. Das weitaus größte Potenzial liegt hierbei bei Personen, die in Ihren Ortsgruppen als Mitglieder geführt werden, aber keine Verbandsmitglieder des NABU sind! Warum tun wir uns so schwer, diese Personen in unseren Verband zu integrieren? In vielen Gesprächen wird deutlich, dass als Gründe, die gegen einen Eintritt in den NABU sprechen, immer wieder gesagt wird, dass der Beitrag zu hoch sei und zu wenig bei den Ortsgruppen ankomme, da Bund-, Land- & Kreisverbände zu hohen Anteile einbehielten.
Da hierbei viele Missverständnisse vorherrschen, bitte ich Sie mich einzuladen, um gemeinsam mit Ihren Vorstandsmitgliedern, darüber zu diskutieren. So wie das in Friedberg-Dorheim geschehen ist.
Im abgelaufenen Jahr trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die immer im Wechsel in Assenheim oder in Wippenbach stattfanden. Es würde uns freuen, wenn wir bei diesen Treffen öfters Besuch aus den Ortsgruppen bekämen. Sie alle sind herzlich eingeladen, Termine entnehmen Sie bitte dem Internet oder erfragen sie telefonisch, in der Kreis-Geschäftsstelle, bei der Umweltwerkstatt, in Assenheim.
Im März fand in Friedberg die Landesratstagung, also die Zusammenkunft aller Kreisvorsitzenden mit dem Landesvorstand Hessen statt. Leider ist die durchgeführte Busexkursion sehr verspätet gestartet und war auch von ziemlich schlechtem Wetter begleitet. Außerdem überschnitt sich diese Tagung mit der Exkursion in die renaturierte Nidder-Aue bei Ortenberg-Effolderbach, die mit über 100 Teilnehmern als sehr gelungen bezeichnet werden kann, was auch an der hervorragenden Begleitung von Frau Britta Kreß, der leitenden Planerin, lag.
Vom 1. bis zum 10. Juni beteiligten wir uns dann am Hessentag in Butzbach. Dies kann, ohne Übertreibung, als Höhepunkt der Arbeit unseres Verbandes bezeichnet werden. Das Konzept, jeden Tag eine andere Ortsgruppe zu beteiligen kann als echten Erfolg gewertet werden. Im Anschluss an die heutige Tagesordnung können Sie sich nochmals an diese wirklich tollen 10 Tage erinnern, bei einer Präsentation von Frank Uwe Pfuhl.
Im August beteiligten wir uns dann an der Bat-Night in Assenheim. Diese Veranstaltung erreichte, im letzten Jahr über 1.000 Besucher, was als hervorragend bezeichnet werden kann! Auch führten wir zahlreiche Fledermaus-Wanderungen im Wetteraukreis durch, die größtenteils sehr gut besucht waren. Für die Organisation war die Umweltwerkstatt in Assenheim verantwortlich, die daneben noch eine Vielzahl von anderen Veranstaltungen organisiert hat, was Sie aber dem eigenständigen Bericht entnehmen können!
Auf Landesebene fanden im letzten Jahr mehrere Projekte statt, an denen sich auch erfreulich viele Wetterauer beteiligt haben. Bitte beteiligen Sie sich auch in Zukunft so zahlreich an diesen Veranstaltungen, wie der Stunde der Gartenvögel oder der Nussjagd. Hier sei nur erwähnt, dass sich hessenweit etwa 7.000 Kinder beteiligt haben, die insgesamt 90.000 Nüsse einschickten, von denen sich 735 als echte Haselmausnüsse herausstellten. Dadurch konnten, in Hessen, 100 Vorkommen der Haselmaus nachgewiesen werden.
Außerdem bitten wir Sie, sich mit Ihren Kirchen in Verbindung zu setzen, da eine ähnliche Kampagne wie das fledermausfreundliche Haus in den Kirchtürmen Hessens geplant ist. Gerade der Jahresvogel 2008, der Turmfalke, ist, neben der Schleiereule sowie den Fledermäusen häufig dort anzutreffen, und bedarf unseres Schutzes! Außerdem sollen natürlich auch 2008 weitere fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet werden, wofür wir alle intensiv Werbung machen sollten.
Eine weitere wichtige Veranstaltung ist die Beteiligungsplattform über die Wasser-Rahmen-Richtlinie, am 17. Mai in Friedberg, wo wir unbedingt präsenz zeigen müssen!
Gerade weil wir planen, in diesem Jahr das Thema Fledermäuse deutlich zu reduzieren, und uns mehr dem, wieder einwandernden Biber, zuwenden wollen, müssen wir deutlich für Verbesserungen der Wetterauer Fließgewässer eintreten.
Wie Sie der Tagesordnung entnehmen können, planen wir hierfür einen eigenen Beauftragten zu benennen. Es geht hierbei nicht um ein offizielles Amt, sondern einfach einen, sachverständigen Ansprechpartner. Denn es muss klar sein, dass dieses Säugetier, dass die Wetterau seit, über hundert Jahren gemieden hat, für Diskussionsstoff sorgen wird.
Eine weitere, wichtige Sache ist die Benennung von NABU –Schutzgebietsbetreuern. Diese Personen sollen die NATURA2000 Schutzgebiete, die immerhin 21 % der Fläche Hessens umfassen, die Naturschutzgebiete, und die Eigentumsflächen des NABU, positiv der Bevölkerung vorstellen. Keinesfalls ist an eine Art Hilfspolizei gedacht, die Schutzgebiete hermetisch abriegeln, auch wenn es sicherlich nötig sein wird, dass besonders uneinsichtige Zeitgenossen gelegentlich an geltende Regeln erinnert werden müssen. Mit Udo Seum, Frank Bernshausen und Gerd Bauschmann sind, von unserer Seite, drei Personen benannt, die dieses Amt sicherlich kompetent ausfüllen werden. Von dieser Stelle vielen Dank für Eure Bereitschaft! Da wir gemeinsam mit den Kollegen aus dem Vogelsbergkreis und dem Landkreis Gießen, unter der Leitung von Dr. Achim Zedler, arbeiten wollen, bitte ich Sie, schon jetzt, um ein positives Votum für die einheitliche Bekleidung unserer Schutzgebietsbetreuern. Wir kommen nachher zur Abstimmung. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, im Laufe des Jahres, den Kreis der Schutzgebietsbetreuer deutlich zu erweitern.
Ein weiterer Höhepunkt, der Arbeit unseres Verbandes, wird das 100jährige Jubiläum des NABU Landesverband Hessen sein. Hierfür ist eine Wanderausstellung geplant, über die ich Ihnen auch nachher noch einiges berichten werde. Auch hierfür bitte ich, bereits jetzt, um Ihre Zustimmung. Schon jetzt, darf ich Sie, im Namen unseres Landesvorsitzenden Gerhard Eppler, bitten, historische, also mindestens 30 Jahre alte Begebenheiten, sowie besonders originelle Anekdoten aus 100 Jahren hessischer Naturschutzarbeit zu dokumentieren, und sich mit dem Landesverband in Verbindung zu setzen.
Bevor ich nun zum Schluss meines Berichtes komme, möchte ich es keinesfalls versäumen, mich bei allen Vereinsmitgliedern, Ortsgruppenvorständen und vor allem bei den Mitgliedern des Kreisvorstandes, ganz herzlich für die zumeist sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Einen ganz besonderen Dank richte ich an die Freundinnen und Freunde der NABU Umweltwerkstatt, unter der Leitung von Frank Uwe Pfuhl, und allen, über 100 Helferinnen und Helfern vom Hessentag!

Vielen Dank für Eure und Ihre Aufmerksamkeit!

Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau


Jahresbericht 2007 für die 
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.


Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2007 folgendes geleistet:
- Rund 30 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 30 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue Presse ausführlicher über Aktivitäten der Umweltwerkstatt Wetterau.
- Die Internet-Seite wurde in 2007 komplett überarbeitet und den Gestaltungsregeln des NABU angepasst. Die Seite des Vereins www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Regelmäßig erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile über 1.100 Adressen wurden in 2007 gut 30 Newsletter verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für die Bat-Night, ein DIN A3 Plakat zur Bat-Night und eine eigene Hessentagszeitung zum "Fledermaus-Sommer 2007" in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg und als mit Abstand größte Veranstaltung der Hessentag in Butzbach genannt.
- Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in Sachen Natur und Umwelt erhalten oder die Infothek oder die Umweltbibliothek zur Information nutzen. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer, Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.

Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
- Das herausragende Projekt des Jahres war der "Fledermaus-Sommer 2007" mit über 30 lokalen Fledermausführungen, Ferienspielangeboten, eine zehntägigen Präsenz auf dem Hessentag und einer gut besuchten Bat-Night.
Im Rahmen dieses Projektes konnten zahlreiche Spenden und Zuschüsse eingeworben werden. So backte z.B. der Hinnerbäcker aus Laugen- und Hefeteig Fledermäuse ("Batty"), aus deren Erlös ein Teil an die Umweltwerkstatt gespendet wurde.
Mit den Geldern von Wetteraukreis, Stiftung Hessischer Naturschutz und von der Firma TK Solar konnte u.a. eine Fledermaus-Ausstellung mit vier Rollups, drei Lebensraumtafeln, eine Multimediaeinrichtung, diverse Fledermausquartiermodelle und Bastelmaterial für Kinder angeschafft werden.
- Ausbau des "Wippenbacher Hofes" zu einem NABU-Infozentrum: Gespräche zur Finanzierung wurden geführt und Informationen zu Stiftungen eingeholt. Erfolgreich konnte das Zentrum zur Förderung in dem Regionalen Entwicklungskonzept für Oberhessen platziert werden. Hier ist eine Förderung aus EU-Mitteln für 2008 vorgesehen.
- Angebotssammlung: Auf der Grundlage der in 2006 gemachten Erfahrungen wurden für 2007 neue Angebote zusammengetragen und zusammen mit dem Jahresprogramm veröffentlicht.
- Insbesondere auch für den "Fledermaus-Sommer 2007" war die Umweltwerkstatt wieder mit dem Umwelt-Mobil an vielen Orten und an einer Vielzahl von Schulen im Wetteraukreis unterwegs. Im Angebot waren vorrangig Spiele und Informationen zu den Fledermäusen.
- Beteiligung am Vulkanradweg

Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.250 bzw. 1.535 Erdkröten (2006) über die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und Schilder kontrolliert werden.
- Unterhaltungsarbeiten an den Häusern in Assenheim und Wippenbach. Insbesondere das Seminar- und Tagungshaus Wippenbach ist besonders unterhaltungsintensiv, da hier neben den Unterhaltungs- auch noch Renovierungsarbeiten anstehen und das Haus nicht regelmäßig genutzt wird.

Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
- Es wurden weiterhin keine neuen Zivildienstleistenden mehr eingestellt. Eine Zivildienststelle der Umweltwerkstatt ist in das Jugendgästehaus Hubertus abgeordnet und wird vom Wetteraukreis bezahlt. Der jeweilige Zivi ist dort u.a. für die Betreuung von Kindergarten- und Schulgruppen zuständig und wirbt auch für die Arbeit der Umweltwerkstatt. Diese Abordnung wurde im Sommer 2007 beendet.
- Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden, Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet. Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Neu hinzu gekommen ist seit Oktober 2007 Jonas Witzenberger als neuer Auszubildender mit einer Lehrzeit von drei Jahren.
- Seit 2006 hat die Umweltwerkstatt auch Plätze für sogenannte "Ein-Euro-Jobber". Zeitweise waren in 2007 zwei Stellen besetzt.
- Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt werden. Diese wurde durchgängig von Robert Büger aufrecht erhalten.
- Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des Lehrbiotops genutzt.

Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2007 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein Gewinn erwirtschaftet wurde.

Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In 2007 wurden über 60 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a. folgende Themen auf dem Programm:
- Vortrag "Von Nasen, Nemo und der Nidda"
- Führung durch die Nidder-Auen
- Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
- Vortrag "Gärtnern ohne Gift"
- Führung durch das Bingenheimer Ried
- Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
- Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
- Wanderung durch das Krebsbachtal
- Eulenexkursion in Assenheim
- Turmfalkenexkursion in Gedern
- über 30 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod, Assenheim, Butzbach, Bad Vilbel
- Schrecken, Kletten, Bocksbart - wie Pflanzen und Tiere wandern
- zwölf Ferienspielbeiträge
- zahlreiche naturkundliche Führungen über den Glauberg
- 3. Wetterauer Bat-Night in Assenheim
- Rund um das ehemalige Freigericht Kaichen
- Auf des Kaisers Spuren
- Laternenfest in Wippenbach
- Vortrag "Der Herr der Fliegen"
- Zehn öffentliche Monatstreffen

Niddatal, 11. März 2008

Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender

 


 

 

 

 

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